Samstag, 26. Oktober 2024

Evita auf der "Jagd"

Heute habe ich als Sonderleiter eine Bringleistungsprüfung für unsere Landesgruppe organisiert. Um Fidi zu entlasten, nahm ich die kleine Evita mit. Eine bessere Gelegenheit, ihr die ersten Schusserfahrungen zu vermitteln, als bei einer solchen Prüfung, wo ich genau weiß, wann und wo geschossen wird, gibt es kaum. Evita hat sich hervorragend geschlagen: Sie wartete geduldig im Auto, war einfach dabei und wartete draußen, und nahm dann die ersten Schrotschüsse aus großer Entfernung, bei denen die Standruhe der Prüfungshunde getestet wurde, gelassen hin. Wir standen am Auto, und sie erhielt Lob und einen Click für ihr ruhiges Verhalten. 



Die Schüsse störten sie nicht. Daher konnte sie bei den folgenden Schüssen, die in einem anderen Bereich abgefeuert wurden, näher dabei sein. Jeder Hund wurde einzeln freigelassen, und der Hundeführer gab irgendwann zwei Schrotschüsse ab. Evita blieb auch dabei gelassen und begann erst gegen Ende, die Schüsse zu orten. Bisher haben Schüsse keine Bedeutung für sie, aber das wird sich bald ändern. Ich war jedenfalls interessanter für sie, und sie versuchte, mich zu animieren, etwas mit ihr zu unternehmen.



Die letzten fünf Schüsse fielen am Wasser, sie waren deutlich lauter, aber selbst diese weckten das Interesse des kleinen Wirbelwinds nicht. Gelassen nahm sie diese im Auto wahr. Obwohl sie kaum aktiv war, war sie abends von den vielen Eindrücken erschöpft. Ich freue mich bereits auf die jagdliche Anlagensichtung mit ihr im nächsten Frühjahr. 






Montag, 14. Oktober 2024

Jay Jay wird 11

Meine Süße Jay Jay, du wirst heute schon 11 Jahre alt. Als ich das erste Bild von dir gesehen habe wusste ich dass du zu uns gehörst, dabei wollte ich gar keinen Welpen im Winter haben. Es war die beste Entscheidung überhaupt, denn du hast uns wieder ganz gemacht. Ich wünsche dir und deinen Geschwistern alles Gute zum Geburtstag und noch ganz viele schöne Jahre.




Sonntag, 13. Oktober 2024

Voran mit Evita

Gestern haben wir das erste Mal mit dem Voran auf die Futterschüssel begonnen. Heute dann noch einmal widerholt. Noch hat Evita nicht verstanden wo die Reise hin geht, aber ich bin sicher dass sie bald weiß was sie tun soll. Aber bevor es zur Futterschüssel geht, musste Evita erst üben beim Voran-Ritual brav neben mir zu sitzen. 






Montag, 7. Oktober 2024

Langsam kehrt die Normalität zurück

Nachdem der letzte Welpe am Donnerstag sein neues Zuhause bezogen hat, konnten wir endlich durchatmen. Heute nutzten wir das schöne Wetter, um draußen aufzuräumen. Alle Spielzeuge wurden eingesammelt und gereinigt. Einige müssen noch in die Waschmaschine, bevor ich sie für den nächsten Wurf verstauen kann. Jeder Ball aus dem Bällebad wurde einzeln gewaschen und zum Trocknen ausgelegt. Die zweite Gitterreihe wurde demontiert, nach Marke sortiert und in den Schuppen gebracht. Die Raupe, die den Welpen bis zuletzt Freude bereitete, wurde zerlegt, gründlich gereinigt und weggeräumt. Die Außentür war bereits seit letzter Woche geschlossen, aber der überdachte Ausgang musste auch abgebaut werden. Innen hatte ich bereits damit begonnen, die Holzwände zu reinigen und alles zu demontieren.




Die untere Gitterreihe bleibt stehen, da wir neuen Rasen säen müssen. Dazu wurde der Welpenauslauf mit der Fräse bearbeitet und Herbstrasen gesät. Ich hoffe, er wächst noch vor dem Winter an. Die Kleinen haben zwar auch Löcher gegraben, aber der meiste Rasen ist verschwunden, weil es so trocken war und die Welpen dort gespielt haben. Nach dem Säen wurde alles schön gewässert. Zum Glück regnet es im Moment immer mal, so dass ich nicht allzu viel gießen muss. 




Sonntag, 6. Oktober 2024

Erntedankfest mit Evita

Heute waren wir mit Evita in Schwanewede zu Besuch bei Verwandten. Zum Erntedankumzug versammeln sich dort alle, um den Umzug gemeinsam zu betrachten und anschließend Kaffee zu trinken und Kuchen zu essen. Für Evita war der Ausflug sehr spannend und aufregend. Zunächst gab es zwei kleinere Kinder, die herumtollten. Anfangs schien sie diese etwas unheimlich zu finden, aber nach einer Weile beobachten, fand sie sie nicht mehr so seltsam. Sie ließ sich sogar von ihnen füttern und streicheln. Kinder hatte sie zwar schon gesehen, aber richtigen Kontakt hatte sie bisher noch nicht.

Sie konnte auch eine Katze "kennenlernen" und betrachtete diese neugierig. Die Katze war jedoch zu ängstlich, sodass kein näherer Kontakt zustande kam. Nach etwa einer Stunde hörten wir, dass sich der Umzug näherte, und gingen gemeinsam zur Straße. Ungefähr 70 Wagen fuhren langsam an uns vorbei, viele davon mit unglaublich lauter Technomusik und etwas, das man wohl Musik nennt, das ich aber eher als Lärm bezeichnen würde. Zweimal musste ich mit Evita etwas zurückweichen, weil es so laut war, dass sie weg wollte. Doch aus einiger Entfernung war es dann in Ordnung für sie, die Wagen zu betrachten. Nach den ersten zehn Wagen blieb sie ganz entspannt neben mir sitzen und sah zu mir auf. Sie hat das wirklich großartig gemeistert. Das hätte ich nicht erwartet. Hätte sie Angst gezeigt, wäre ich mit ihr in den Garten zurückgegangen. Aber das war nicht nötig. Normalerweise würde ich mit einem Hund nicht zu einer solchen Veranstaltung gehen, aber Evita muss noch lernen, mit solchen Situationen umzugehen.






Nachdem der Umzug vorbei war, kehrten wir in den Garten zurück und setzten uns zum Kaffeetrinken. Evita war so erschöpft, dass sie sich auf meinen Schoß kuschelte und einschlief.










Donnerstag, 3. Oktober 2024

Welpen, Tag 138

Heute hat auch Even sein neues Zuhause bezogen und beginnt sich einzuleben. Damit endet dieses Tagebuch. Noch nie musste ich so lange schreiben, aber schlussendlich haben alle Welpen ein liebevolles Zuhause gefunden.

Evita war zunächst etwas verunsichert, da ihr Spielgefährte plötzlich verschwunden war. Doch das gesamte Rudel kümmerte sich um sie. Selbst Dottie versuchte, mit ihr zu spielen, was Evita jedoch skeptisch gegenüberstand, da sie von Dottie bisher nur Zurechtweisungen erfahren hatte.

Weitere Geschichten über Evita werde ich in unserem Tagebuch fortsetzen, in dem auch Berichte über den Rest des Rudels zu finden sind.

Montag, 30. September 2024

Welpen, Tag 135

 In den letzten zwei Wochen ist viel geschehen. Mein Mann musste einige Tage im Krankenhaus verbringen, und ich war alleine mit den Hunden und allem, was dazu gehört. Deshalb musste ich den Blog pausieren. Manchmal muss etwas zurückstehen - aber die Hunde sicher nicht. Espen, Even und Evita waren bei mir, als wir meinen Mann ins Krankenhaus brachten und einige Tage später wieder abholten. Jede Fahrt dauerte drei Stunden, inklusive der Fährüberfahrt, und sie haben sich hervorragend verhalten. Autofahren liegt ihnen einfach im Blut.

Während eines Ausflugs in die Untere Bürger in Bremerhaven war es sehr laut, da überall Bauarbeiten stattfanden. Espen hatte die Gelegenheit, unser Auto gemeinsam mit mir aus dem Parkhaus zu holen.

Even



Espen




Am 17. September bekam Espen Besuch, und einige Tage später kehrte der Besucher zum Kuscheln und zur weiteren Besprechung zurück. Dabei gab es jede Menge Kuscheleinheiten, die er in vollen Zügen genossen hat. Vor zwei Tagen zog Espen dann in sein neues Zuhause um und hat sich gut eingelebt.




Even hatte letzte Woche Besuch und am Freitag kam seine neue Familie noch einmal vorbei. Er wird uns am Donnerstag verlassen, um in sein neues Zuhause umzuziehen. Ich lasse die beiden mit gemischten Gefühlen gehen: mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Obwohl sie viel Arbeit bedeuten und ich sie manchmal verfluche, habe ich sie doch sehr liebgewonnen und eine enge Bindung zu ihnen aufgebaut. Jedem Züchter ist jedoch bewusst, dass er nicht alle Welpen behalten kann, da dies den Tieren nicht gerecht würde. Abends lagen sie immer bei mir und wir kuschelten zusammen oder sie an meiner Seite.


Jetzt, da Espen nicht mehr da ist und nur Even und Evita übrig sind, bleibt der Welpenauslauf geschlossen. Sie schlafen nur nachts dort; tagsüber sind sie mit dem Rudel unterwegs. Zwei Welpen harmonieren gut miteinander, drei sind zu viel. Deshalb hatte ich Evita von den Rüden getrennt. Sie lernen jetzt, morgens und tagsüber durch einige Türen zu gehen, bevor sie ihre Notdurft verrichten. Sie lernen auch, dass man nicht den ganzen Tag über spielen kann, denn das ist im Haus nicht gestattet, was Dottie sehr klar macht. Evita ist diejenige, die am meisten Ärger von ihr bekommt. Das Futter wird jetzt auch gemeinsam mit dem Rudel eingenommen, was bedeutet, dass sie warten müssen, was besser funktioniert als erwartet.

Gestern nutzten die beiden einen unbeobachteten Augenblick, um den Gelben Sack zu plündern. Die erbeuteten Gegenstände wurden anschließend sorgfältig im Garten verteilt und zerkleinert. Leugnen war zwecklos, da ich sie auf frischer Tat ertappt habe. 


Heute Morgen hatten die Welpen nach dem Fressen riesigen Spaß. Evita und Even eroberten die Treppe zum Keller. Zuerst traute sich Even nicht, die offene Treppe hinunterzugehen, doch plötzlich war er unten. Der eigentliche Spaß begann, als ich wieder oben war. Niffler und die beiden Kleinen kamen hoch, drehten um und rannten wieder hinunter. Immer wieder hoch und runter... Ich habe Niffi herausgefischt, was gar nicht so einfach war, da sie in Bewegung kaum von ihren Kindern zu unterscheiden ist. Dann war einer oben, der zweite folgte, die Kellertür war fast zu und schwupps, lief schon wieder einer hinunter. Sie fanden das beide sehr lustig. Aber letztendlich ist es uns gelungen, sie von der Treppe wegzubekommen und die Tür zu schließen.

Wir hatten uns tagelang auf den Herbstmarkt in Osterholz-Scharmbeck gefreut, um mit Even und Evita die Tiere zu betrachten. Beim letzten Besuch, wahrscheinlich mit Niffi, erlebten wir noch einen echten Pferdemarkt. Heute jedoch war davon nichts zu sehen – es waren nur wenige Tiere da: einige Esel, Schafe, Kaninchen und ein großer Bulle, bei dem man das Gewicht für einen Gewinn schätzen sollte. In der Vergangenheit gab es auch eine Vielzahl von Geflügel, Kälbern und weiteren Tieren. Für Even und Evita war es trotzdem ein schöner Ausflug, für uns jedoch eine Enttäuschung.