Dienstag, 14. Juli 2015

Vorbereitung auf den Schnupper Workingtest

Die Jay Jay hatte heute wieder Dummytraining. Da wir am Wochenende zu unserem erste Schnupper-Workingtest gehen, haben wir ein paar Übungen gemacht, so wie sie z. B. beim Workingtest gestellt werden könnten.

Zuerst sollte ich mit der Jay Jay ein ganzes Stück ohne Leine bei Fuß gehen, sie dann sitzen lassen und alleine weiter gehen um ein Dummy auf einen Hang zu werfen. Dann zu dem Mädel zurück, umdrehen und im Fuß zu unserem Startplatz zurück. Von hier sollte ich sie zum Dummy schicken. So weit so gut. Ich stehe also mit der Maus da und überlege. WIE muss ich die denn nun schicken? Hab mich für ein Voran entschieden und dann auch den Suchenpfiff genommen. Da ich mein Mädel nicht wirklich sehen konnte hab ich mal darauf vertraut, dass sie mit dem Dummy im Maul auch zu mir zurück kommt. Und da war sie dann auch schon. Dummy schön mittig getragen und schön vorgesessen. Das hat schon mal gut geklappt. Und ja, es war richtig, sie voran zu schicken.

Als zweite Aufgabe stellte ich mich mit meinem Mädel auf und eine
Markierung fiel in höheren Bewuchs. Nun sollte ich 10 Schritte vorwärts gehen und sie dann schicken. Ja, alles klar. Dummy fällt, ich warte und schicke dann den Hund. Ups! Da war doch noch irgendwas mit Fußlaufen gewesen? Übung wiederholt und dieses Mal das Fußgehen auch noch gemacht. Die Markierung hat mein Mädel beide Male klasse geholt. Das wird auch immer besser. Vor allem in diesem hohen Bewuchs war das schon ganz schön schwer. Aber auf der Dummy A hatte das ja auch nicht geklappt. Das war damals aber noch dichter gewesen als hier. Leider, leider meinte mein Mädel aber, dass sie schon mal starten darf, als ich Fuß sagte. Sie ist zwar nicht wirklich eingesprungen, aber beinahe. Deswegen hab ich den Rest des Trainings immer erst mal noch was gesagt bevor sie das Kommando fürs Apportieren bekam. Am Anfang zuckte sie jedesmal schon zusammen um gleich losstürmen zu können, aber nach ein paar Wiederholungen ließ sie das dann bleiben und ich hab sie dafür anständig belohnt.

Die dritte Übung war etwas schwieriger. Es fiel wieder eine
Markierung in höheren Bewuchs. Natürlich an einer anderen Stelle und auf dem Rückweg eine weitere, die sie auch sehen konnte. Jay Jay verlangsamte und reckte den Hals um auch ja alles sehen zu können. Ich musste dann den Pfiff geben, damit sie mir nicht abbiegt und den hat sie auch gut angenommen. Die Übung haben wir dann noch mal gemacht und auch dieses Mal fiel die zweite Markierung auf ihrem Rückweg. Dieses Mal aber so, dass sie sie ganz genau sehen konnte und ich auch. Sicherheitshalber habe ich den Pfiff gegeben und sie ist auch sofort zu mir gekommen. Dann musste sie sitzen bleiben, während ich das Dummy holte.

Zum Schluss haben wir noch mal eine kleine Suche gemacht. Ich sollte in einem relativ kleinen Gebiet mit einem Dummy ordentlich tupfen und die Jay Jay dann dorthin schicken und sie dort halten. Obwohl sie zugeschaut hat, ging sie schnell über das Gebiet hinaus ins Gebüsch dahinter. Rückrufpfiff und wieder Suchenpfiff als sie im Gebiet war. Ich habe echt viel pfeifen müssen, weil sie immer wieder hinten und an den Seiten aus dem Gebiet raus ist. Erst als sie richtig gut suchte, legte die Trainerin ein Dummy dort hinein das sie dann auch finden konnte.

Weil das nicht wirklich überzeugend war, haben wir die Übung noch einmal an einem anderen Ort gemacht. Dieses Mal tupfte die Trainerin ordentlich in dem Gebiet und Jay Jay schaute interessiert zu. Dieses Mal klappte das deutlich besser. Sie blieb mehr in dem Gebiet, auch wenn sie ab und zu mal ein bisschen drüber weg ist. So weit wie zuvor war sie dieses Mal nicht. Ich glaube das sollten wir ein bisschen üben.

Neue Baustellen im Obedience

Hatte gerade ein tolles Obi-Training mit dem Aidenbub.

Mein Baby ist einfach nur süß. Der freut sich so, wenn wir zusammen auf den Platz fahren. Und seit die Dottie am Dienstag vor ihm kein Training mehr hat, ist das UNSER Termin und ich glaube das findet er nun noch viel besser. Nur er darf mit. Und er ist auch sofort dran. Schon bevor es los geht hüpft er freudig über den Platz. Ja, ich würde sagen: Aiden freut sich aufs Training.

Beim letzten Training haben wir gemerkt, dass wir mal wieder an Kleinigkeiten trainieren müssen. Da geht man irgendwie immer davon aus, das das schon klappen wird. Nö, tuts nicht. Auf jeden Fall nicht, wenn man das nicht immer wieder auch trainiert. Und genau deswegen haben wir dann heute gleich noch ein paar weitere Baustellen aufgetan, nachdem wir an denen von letzter Woche trainiert haben. Naja, Obi wäre auch kein Obi, wenn immer alles klappen würde.

Begonnen haben wir auf jeden Fall mit der Hölzchensuche heute. Und nachdem das letzte Woche so überhaupt nicht klappte, hat Aiden sich heute doch daran erinnert, das man suchen muss und nicht apportieren. Etwas das ja immer wieder mal durchbricht, wenn wir das nicht oft genug üben. Und richtig, wir hatten es schon wieder eine ganze Weile nicht gemacht. Geht einfach nicht bei ihm. Auf jeden Fall hat er zwei Mal sehr gut gesucht und das Hölzchen gebracht. Ganz zum Schluss haben wir die Übung dann noch einmal gemacht und auch dieses Mal war es gut.

Dann kam die Box. Das schicken zur Pylone klappt immer hervorragend. Da habe ich ja auch wirklich lange dran geübt und immer sehr gut belohnt. Nun hatte ich den Bub ja vor geraumer Zeit mal mit nem falschen Kommando total verwirrt und seitdem läuft das mit der Box irgendwie nicht mehr so gut. Deswegen haben wir heute besonders daran geübt dass ich ihn von der Pylone in die Box schicke. Gleichzeitig haben wir aber auch das schicken zur Pylone und auch das Laufen von mir mit Abrufen geübt. Zuerst also aus weiter Entfernung zur Box geschickt. Ich habe versucht mich daran zu erinnern, dass ich das Stehkommando auch gebe. Muss ich nämlich und vergess ich ständig. Dann hab ich den Bub dafür belohnt, dass er dort stehen bleibt und bin nur einen Meter von ihm weg gegangen. Von dort aus ging es dann in die Box. Zur Sicherheit haben wir dort mal wieder einen Teller hingestellt, damit er dort gleich seine Belohnung vorfindet. Langsam aber sicher, habe ich dann die Entfernung von mir zu ihm vergrößert wenn ich ihn in die Box geschickt habe. Das klappte dann auch super, so dass wir uns dann der anderen Seite gewidmet haben. Tja und da hab ich dumme Nuss dann den Abstand zu groß gemacht, so dass Aiden erst mal wieder nicht wusste was er machen soll. Wie blöd kann man eigentlich sein? Naja da müssen wir auf jeden Fall noch mal dran üben und zwar in kleinen Schritten! Das Laufen hinter den Hund klappt super, das Abrufen ebenfalls. Aber: Wenn ich ihn zu oft abrufe, dann macht der Herr einen Frühstart. Also zwischenzeitlich auch immer mal gut belohnen, dass er liegenbleibt.

Tja und dann war da noch das Atmen....
Genau! ICH atme ein und Aiden läuft los. Da hätten wir dann also mal wieder die nächste Baustelle. Auch daran haben wir dann gaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz viel gearbeitet. Immer diese vorahnenden Hunde. Ist auch kein unbekanntes Problem bei ihm, das hatten wir schon häufiger mal. Aber wenns läuft, dann vergisst man das einfach, das man das auch immer wieder mal clicken muss.

Zwischenzeitlich hab ich ein bisschen Fuß mit dem Bub geübt. Vor allem die Linkswendung nach unserem neuen Schrittmuster. Das muss hauptsächlich ich üben. Und da es dann erst mal fürchterlich anfing zu gießen, haben wir uns unters Dach verkrochen. Kein Problem, denn es gibt ja noch tausend andere Kleinigkeiten an denen wir üben müssen.

Zum Beispiel die Distanzkontrolle. Ähm, Kontrolle? Das sollten wir wohl noch mal wiederholen. Bubi arbeitet nämlich ohne zuzuhören. Nur weil wir meistens mit dem rückwärtigen Sitz anfangen, heißt es noch lange nicht, das es nicht auch mal das Steh sein kann. Und das war es heute. Also auch hier noch mal ganz viel daran üben, dass er zum einen nicht vorarbeitet und zum anderen auch zuhört! Denn auch hier braucht er nur ansatzweise zu glauben ich würde was sagen, dann macht er schon mal den nächsten Wechsel.

Zum Schluss haben wir uns noch dem Rückwärts richten gewidmet. Er läuft eigentlich gut mit, nur leider driftet er immer mit dem Po nach links ab. Ok, liegt natürlich mal wieder an mir. Weil ich das sonst ja nicht richtig sehen kann, wende ich mich mit dem Körper ein bisschen nach links zu ihm. Und damit drücke ich ihn zur Seite. Also haben wir herumprobiert wie wir das am besten hinbekommen, dass er statt nach links zuerst nach rechts geht. Mit stäntigem rückwärts im Kreis gehen und dann einen kleinen Schritt nach hinten haben wir das ganz gut hinbekommen und dann gabs immer genau dann den Click wenn er gerade ein bisschen nach hinten gegangen ist. Das können wir ganz gut vor der Haustüre vorm Spiegel üben, dann muss ich nämlich nicht zur Seite schauen und versau die Übung nicht gleich wieder durch meine Körpersprache.

Alles in allem war es ein effektives und schönes Training. Auf jeden Fall gibt's noch viel zu tun bis zur Prüfung.

Sonntag, 12. Juli 2015

Trainingstag Agility

Heute morgen um 10 habe ich mich mit zwei Leuten auf dem Hundeplatz getroffen, um einen schönen Tag mit Agility-Training zu verbringen. Wir waren 2 Trainer und ein Schüler. Mitgebracht hatte ich einen schönen Parcoursplan von Ton van de Laar, den er auf unserem Nordseeturnier dieses Jahr gestellt hatte. An dem wollten wir uns langsam die Sequenzen erarbeiten und an unseren kleinen Problemchen arbeiten, die jeder so mit seinem Vierbeiner hat. Mit von der Partie waren natürlich Dottie und Jay Jay. Aiden durfte derweil zuhause beim Papa bleiben. Er ist definitiv aus dem Sport raus und dann muss er ja auch nicht mit zum Platz und die ganze Zeit im Auto warten.

Zuerst einmal bauten wir also unseren Parcours auf. Ein Jumping.

 


Dann haben wir uns den Parcours gemeinsam angeschaut und diskutiert wie man was führen könnte. Und dann haben wir das umgesetzt. Ich durfte mit der Dottie beginnen. Die erste Sequenz ging von 1 - 6. Knackpunkt war hier, den Hund von der 3 elegant über die 4 zu bekommen ohne dass er im Tunnel geradeaus verschwindet, aber auch ohne das der Hund einen riesigen Bogen macht. Wir haben dort verschiedene Möglichkeiten ausprobiert und so lange daran trainiert, bis es klappte und ich zufrieden war. Trainiert wurde ich von der anderen Trainerin und bekam immer sofort Feedback was ich besser oder anders machen sollte. Dottie war echt klasse und total entspannt. 0

Dann kam die nächste dran und hatte genau so viel Zeit wie sie brauchte. Währenddessen tauschte ich schon mal meine Hunde und habe dann die Jay Jay als Ablenkung für den Hund im Parcours genutzt. Der reagiert nämlich gern mal auf Bewegungsreize und unser Ziel war es ihn dahingehend zu trainieren, dass er das besser aushalten kann und trotzdem weiter arbeitet. Zuerst bin ich mit Jay Jay nur an der Seite des Parcours lang gelaufen und hab sie ein wenig aufgewärmt, danach dann auch Ball mit ihr gespielt. Später habe ich dann auch noch mein Running Rabbit eingesetzt und das vor den Augen des Hundes, wenn er gerade in die Richtung springen musste, los gelassen. Gemein, aber sehr Wirkungsvoll! 0 Die beiden haben gute Fortschritte gemacht.

Nun war die Jay Jay dran. Ob wir schon mal drei Hürden hintereinander abgerufen haben weiß ich gar nicht, aber ich habe das lieber erst einmal mit ihr aufgebaut, sie über die erste, dann über die ersten beiden und erst danach über die ersten drei Hürden abgerufen. Mein Mädel hat das ganz toll gemacht. 0

Nachdem ich dann die andere Trainerin und ihren Hund trainiert habe, kam die Dottie wieder dran mit der zweiten Sequenz Nr. 7 - 12. Die Schwierigkeit hier war die Nummer 11, zu der man recht schnell hin musste um den Hund möglichst eng zu führen um ihn dann in den Tunnel zu schicken. Sowohl Dottie, als auch Jay Jay haben das super gemacht. 0 

Die dritte Sequenz bestand dann aus Nr. 12 - 17. Hier war die Schwierigkeit den Hund von der Hürde 14 in den Tunnel 15 zu schicken. Zufälligerweise habe ich gerade diese Woche mit Dottie daran geübt, dass ich sie auch weg schicken kann ohne wirklich einen Wechsel hinter ihr zu machen. Das war hier genau das was ich brauchte. Dottie hat das auch sofort super angenommen. Erstaunt war ich aber von der Jay Jay, denn die hatte das zuvor noch nicht gemacht und hat es doch super angenommen. 00

Zum Schluss konnte jeder noch mal den ganzen Parcours laufen und wir haben uns gegenseitig gefilmt.

Hier Jay Jay. Nach dem zweiten Tunnel wird sie abgelenkt durch denjenigen der gerade filmt und läuft kurz in die Richtung. Aber sie kommt schnell zurück und läuft weiter mit mir. Den Schluss habe ich dann ein bisschen unterschätzt und Jay Jay nicht genügend geholfen, so dass sie erst mal an der Hürde vorbei gelaufen ist. Aber das macht nichts. Sie ist ja noch sehr unerfahren und dafür trainieren wir ja auch.

 
 
 
Und weil die Jay Jay sich so hat ablenken lassen (ist ja nicht das erste mal 000) haben wir für sie noch mal ein bisschen extra Ablenkung gemacht. Meine Trainerin hockte sich zusätzlich in die Mitte des Parcours und lockte mit einer Tupperdose mit irgend etwas essbarem. Aber schaut selber - sie hat sich nicht verführen lassen! 0 0
 
 
 
 
Und hier noch das Video von Dottie. 0
 
 
 
Mit Auf- und Abbau waren wir 5 Stunden auf dem Platz und die Hunde waren danach dann auch ordentlich kaputt.