Freitag, 15. Mai 2015

Agility mit Dottie und Jay Jay

Heute hatte ich tolles Training mit den Mädels.
Zuerst die Dottie - mit ihr hatte ich diese Woche das zweite Einzeltraining im Agility. Dazwischen habe ich noch einmal mit ihr allein geübt. Es wird immer besser und wir haben heute große Fortschritte gemacht. Ich lege nun am Start den Ball hinter sie und siehe da - mein Mädchen kann völlig ruhig und gelassen liegen bleiben bis ich ihr sage, dass sie starten soll. Dabei ist es völlig egal, ob ich sie vor dem Start zum Ball schicke oder erst nach einigen Hürden. Sie macht genau das was sie soll und sobald sie die Erlaubnis bekommt zum Ball zu laufen, tut sie es.

Nun habe ich noch begonnen einen Ball in die Mitte des Parcours zu legen, so dass ich sie von überall dorthin schicken kann. Das klappte auch recht gut. Sie kennt das allerdings auch schon aus dem Obedience, dass sie warten muss bis sie von mir die Erlaubnis bekommt.

Am Stangenschmeißen haben wir die Woche auch gearbeitet und heute konnte man schon gut sehen, dass sie versteht. Sobald eine Stange fällt, passiert nichts mehr. Und das so lange, bis mein Mädel aufhört hin- und her zu laufen und eine Erwartungshaltung zu haben. Erst wenn sie stehen bleibt oder sich setzt, bücke ich mich um die Stange aufzuheben. Läuft sie weiter, lass ich die Stange wieder fallen. Hört sie auf und schaut zu, lege ich die Stange langsam wieder auf. Dann darf sie die Hürde noch einmal springen und bekommt ein lauwarmes lob wenn die Stange liegen bleibt. Danach noch einmal mit dem Hindernis davor. Bleibt die Stange nun auch liegen, gibt es den Ball. Die Unterbrechung findet Dottie total doof, aber es liegt an ihr wie lange es dauert.

Auf jeden Fall kann ich nun mit ihr einen Parcours laufen und sie ist die ganze Zeit über komplett bei mir. Das fühlt sich richtig gut an. Ich glaube wir sind auf einem guten Weg.

Danach hatte Jay Jay dann Unterricht. Heute waren wir nur zu dritt. Auch meine kleine Maus macht tolle Fortschritte. Sie kann nun über eine Hürde und danach durch den hohen Reifen springen. Außerdem haben wir am Wechsel hinterm Hund gearbeitet, wenn der Hund durch den Tunnel geschickt wird. Das hat Jay Jay überhaupt nicht interessiert, was ich da hinter ihr mache. Allerdings mache ich das auch fast von Anfang an. Ich finde je eher sie das lernt, umso normaler ist es für sie. Danach sollten die Hunde dann von hinten in ein Hörnchentunnel, bei dem der Tunneleingang vom Hund nicht sichtig war. Das hat mein Mädel auch super gut angenommen, so dass wir danach dann einen kleinen Parcours laufen durften. Zuerst in den verdeckten Tunneleingang, der unter der Wand lag. Ich musste dann zusehen, dass ich mich umdrehe und schnell zur anderen Seite laufe um Jay Jay dort anzunehmen. Dann ging es im Bogen über zwei Hürden und danach über den Steg. Mein kleines Mädchen hat das gemacht, als hätte sie nie etwas anderes getan in ihrem Leben.

Danach dann noch die Wippe mit einem Tunnel davor. Hier habe ich dann auch gleich das schicken von verschiedenen Seiten geübt und ein paar Wechsel bevor es dann über die Wippe ging. Hat alles prima geklappt. Zum Schluss dann noch der Slalom. Hier bin ich dem Mädel die Tage auf die Füße getreten und sie fällt dort in die Vermeidung. Deswegen habe ich beim letzten Training schon komplett geklickt und auch nur den 6er-Slalom gemacht. Danach dann wieder den 12er. Aber so richtig toll war das nicht. Deswegen hat sich unser Trainer das noch mal angeschaut und auch er meinte, dass sie in die Vermeidung fällt zwischenzeitlich. Da schlagen zwei Herzen in ihrer Brust. Zum einen macht ihr der Slalom spaß und sie will den machen, zum anderen kommt da immer mal wieder die Angst durch, dass es gleich wieder weh tut. Und dann bleibt sie urplötzlich stehen und es geht nix mehr. Tja ist dumm gelaufen. Da ich wusste wo in etwa das passiert ist, konnten wir uns einen Schlachtplan ausdenken. Ich habe dann also erst mal den 12er-Slalom zwei mal von jeder Seite komplett geclickt und dann ganz schnell die Clicks wieder abgebaut. Loben darf ich sie nun im Slalom erst einmal auch nicht mehr, weil sie anscheinend an meiner Stimme abliest das es gleich wieder weh tut. Zu mindestens meint sie das. Nachdem ich nur noch die clicks gegeben habe, wurde es zunehmend besser. Wir haben die Clicks bis zu den letzten vier Stangen wieder abgebaut und die lasse ich jetzt ein oder zwei Wochen, bevor ich auch diese noch abbaue. Jay Jay muss nun wieder vertrauen fassen, dass der Slalom doch toll ist. Das scheint auf jeden Fall der richtige Weg zu sein, denn nun lief es wieder wie geschmiert. Was Hund sich da so alles zusammenreimt. Das Mädel hat nicht nur registriert an welcher Stelle das passiert ist, sondern auch auf welcher Seite des Slaloms ich war und vermutlich was ich gesagt habe. Denn auf alle drei Dinge reagierte sie. Man kann manchmal überhaupt nicht so sehr aufpassen, wie Hund irgendwas verknüpft.

Donnerstag, 14. Mai 2015

Dummytraining - Rückruf Intensiv

Heute morgen war ich mit der Jay Jay in der Sandkuhle ein bisschen trainieren. Wir waren nicht allein, nicht weit entfernt von uns wurden zwei weitere Hunde trainiert. Aber das war gut so, denn dadurch hatten wir eine tolle Ablenkung. Aber die Jay Jay hat super gut mitgearbeitet und sich auch nicht von den "Brrrrrrrrrrrrrrrrrt's" ablenken lassen.

Ich wollte mit Jay Jay Voran trainieren und auch das zurückkommen. Deswegen war ich mit ordentlich Frischkäse und dem Clicker bewaffnet. Zuerst habe ich mir einen Startpunkt gesucht und bin dann mit meiner Maus in gerader Linie auf ein bisschen niedriges Buchwerk (A) zu gegangen. Abgesetzt, drei Dummys ausgelegt - so, dass die Verleitung zum
Tauschen nicht so groß ist - dann wieder zurück zum Ausgangspunkt. Wendung nach rechts um 90 Grad und geradeaus einen Hang hoch. Rechts und links davon befand sich jeweils ein kleiner Pfad, so dass das Gebiet auch gut abgegrenzt war. Außerdem jede Menge Dieseln, wie ich aber erst bemerkte als ich bereits mit Jay Jay in der Mitte des Hanges (B)war. Auch hier habe ich dann drei Dummys ausgelegt und zurück ging es im Fuß wieder zum Ausgangspunkt. Umdrehen und noch einmal Drehung nach rechts. Dieses Mal keine 90 , sondern nur so etwa 70 Grad. Und los ging es wieder schön geradeaus im Fuß. Jay Jay abgesetzt und drei Dummys um einen großen Busch (C) herum ausgelegt. Zurück zum Ausgangspunkt.

Punkt A lag nun direkt vor uns auf 12 Uhr. Links von uns auf etwa 10 Uhr befand sich die andere kleine Gruppe.

Nun durf Jay Jay zuerst ein Dummy von Punkt A holen. Danach dann von Punkt B und dann von Punkt C. Während Jay Jay auf dem Rückweg war, flog ein Dummy nach rechts (von ihr aus links). Mein Mädel machte einen Bogen Richtung Dummy und bekam dafür von mir den Doppelpfiff. Sie hat drauf gehört. Click! Und Frischkäse. Danach durfte sie die Verleitung holen.

Nun wieder zu Punkt A an den anderen Hunden vorbei. Dann zu B auf den Hang. Auf dem Rückweg fiel wieder eine Verleitung. Dieses Mal zur anderen Seite und auch dieses Mal machte mein Mädchen einen Bogen, hörte allerdings auf den Pfiff. Click! Frischkäse. Jetzt zu Punkt C und auf dem Rückweg flog wieder eine Verleitung. Dieses Mal stutzte mein Mädel nur und wurde langsamer. Pfiff und sie kam direkt zu mir. Click, Frischkäse. Nachdem sie die Verleitung geholt hat, Warf ich an den Punkt eine
Markierung. Nun ging es nach rechts weiter zu Punkt A, dann Punkt B, wo auf dem Rückweg eine weitere Verleitung flog, die mein Mädchen dieses Mal nicht holen durfte. Das letzte Voran war bei Punkt C. Und danach dann die zuvor geworfene Markierung. Zum Schluss die Verleitung, die irgendwo zwischen Punkt A und B lag. Hat mein Mädchen wirklich gut gemacht. Gepfiffen habe ich nur bei den Verleitungen, ansonsten gab es für sie immer den Click, wenn sie sich auf den Rückweg machte, damit sie wusste das das genau das Richtige ist. Und natürlich gab es immer Frischkäsebelohnung für sie. Hat wirklich gut geklappt.

Die zweite Übung die ich für heute vorgesehen hatte, war eine Suche auf einer Fläche. Jay Jay driftet ja gern ins Unterholz ab. Da haben wir wohl zu viel geübt. Also habe ich mein Mädel abgesetzt und bin kreuz und quer über die Fläche gegangen und habe meine Dummys irgendwo abgelegt. Danach dann noch eine
Markierung nach hinten geworfen. Nun musste mein Mädel erst noch ein paar Schritte Fuß gehen, bevor sie das erste Dummy suchen durfte. Kommando Fuß! Und Jay Jay schießt los. Nase runter, Ohren auf Durchzug. Rückrufpfiff wurde natürlich komplett überhört und schon hatte sie ihr erstes Dummy gefunden, das ich ihr natürlich abnahm, sie anleinte und wieder zum Ausgangspunkt zurück ging. Nun noch einmal das Fußkommando und an der Fläche vorbei im Fuß. Erst dann durfte sie in die Suche. Heute hat das viel besser geklappt und Jay Jay ist nicht in das angrenzende Unterholz abgedriftet. Bis auf das ignorieren des Rückrufes und dass sie überhaupt losgelaufen ist, hat sie klasse gearbeitet.

Und nun ist sie auch müde und kann das gelernte verarbeiten.
Markierung
Bei einer Markierung sieht der Hund und sein Hundeführer nach einem Schuß ein oder mehrere Stücke fallen und merkt sich die Fallstelle. Er soll nach dem Kommando des Hundeführers auf direktem Wege zum Fallbereich laufen, das Stück aufnehmen und auf direktem Wege zurückbringen.

Samstag, 9. Mai 2015

Jay Jay und die Hühner

Ich wollte ja noch von Jay Jays eigentlich gutem Rückruf berichten. Die Tage waren wir im Garten und ich habe gesehen, dass die Hühner vom Nachbarn mal wieder bei uns unten auf der Wiese waren. Eigentlich könnten sie da ja bleiben, wenn sie denn nicht ständig immer näher kommen würden und unsere Hangbefestigung losscharren würden. Deswegen lass ich immer mal einen der Border Collies dahin um sie zu vertreiben. Ich weiß ja, dass die den Hühnern nix tun. Ich mach also das Tor auf um den Aiden raus zu lassen und runter auf die Wiese zu schicken. Dumm nur, dass die Jay Jay schneller war. Während Aiden noch neben mir stand, hatte Jay Jay den Job bereits fast erledigt und war schon zwei Meter vor den Hühnern, die natürlich laut gackernd davon liefen. Erst da war ich aus meiner Schreckstarre erwacht und rief die Jay Jay zurück. Ich sah sie schon mit Huhn im Maul zurück kommen. Aber nix. Sie drehte einfach um und kam freudestrahlend zu mir zurück. Puh! Da fiel mir aber ein Stein vom Herzen! War ich stolz auf mein Mädel!

Gestern hatten Jay Jay und ich unsere erste Agilitystunde im offenen Training. Wir haben die Anfängerkurse nämlich hinter uns gebracht und dürfen uns ab sofort zu den Großen zählen. Tja und wir hatten Glück, wir waren nämlich die einzigen die da waren und somit gab es für uns eine Einzelstunde. So was ist selten und da lernt man natürlich am meisten. Ich hatte für Jay Jay schon vor der Stunde vor drei Hürden einen kleinen Sprung aufgestellt, damit ich auch innerhalb eines kleinen Parcours an ihrer Sprungtechnik arbeiten kann. Immer nur geradeaus über ein oder zwei Hürden ist ja auch echt langweilig. Damit ich nicht die ganze Zeit schauen musste ob sie die Beine nach hinten streckt beim Sprung, hat die Trainerin für mich geklickt. Und sie hat immer geklickt. Zuerst Sprung, Sprung, Hörnchentunnel, Wechsel und Sprung. Nach ein paar Wiederholungen haben wir umgebaut und es ging entgegengesetzt über den Sprung, Hörnchentunnel, Wechsel, Sprung, Sprung. Auch das lief gut. Also haben wir einen etwas anderen Parcourverlauf genommen. Nun ging es über zwei Sprünge, in den Tunnel und dann über den Steg und noch einmal über eine Hürde. Dasselbe dann zurück. Hürde, Steg, Tunnel, Hürde, Hürde. Nach ein paar Wiederholungen haben wir dann vor der letzten Hürde den kleinen Sprung davor weggenommen um mal zu schauen wie sie das macht wenn nichts davor steht. Und siehe da, meine Maus hat den Sprung fantastisch gemacht und ist schön gestreckt über die Hürde gehopst.

Das reichte dann auch an Hopserei und wir sind zum Slalom gegangen. Den macht mein Mädchen nun ja schon komplett ohne Belohnung dazwischen durch und nun haben wir angefangen, dass ich ein bisschen Ablenkung durch mich dazu bringen. Das bedeutet, dass ich mal ein kleines bisschen weiter weg vom Slalom gehe, mal schnell gehe, mal normal gehe, mal mit langen schritten und langsam laufe und mal mit kleinen etwas schneller. Trotzdem soll sie den Slalom ohne sich davon beeinflussen zu lassen machen. Das hat sie auch gemacht.

Dann ging es weiter zum Reifen. Wir haben damit ja noch ein paar Probleme wenn er hoch ist und mit Trainer lässt sich das natürlich besser üben, weil er die Belohnung kontrollieren kann. Zuerst habe ich Jay Jay vor den Reifen gesetzt und einmal dadurch abgerufen. Belohnung gab es vom Trainer auf einem Teller etwa zwei Meter vom Reifen entfernt. Beim zweiten Versuch habe ich dann neben Jay Jay gestanden und sie durch den Reifen geschickt. Auch das hat sie hervorragend gemacht. Beim dritten Versuch dann daneben durch gelaufen. Schade! Und das Leckerchen verschwand. Noch einmal. Und wieder ging Jay Jay neben dem Reifen durch. Schade! Es hat ein bisschen gedauert, bis sie verstand was sie machen muss um an das Leckerchen zu kommen. Dann Seitenwechsel und dasselbe Spiel von vorne. Man sollte ja meinen, dass Hund wenn er auf der linken Seite verstanden hat dass er durch den Reifen springen muss um an die Belohnung zu kommen, das auch auf der rechten Seite so macht. Aber das war wohl nix. Also haben wir das noch einmal durchexerziert. Zum Schluss dann noch einmal Seitenwechsel und auch hier probierte sie doch noch einmal aus, ob man nicht auch beim drum herumlaufen an das Leckerchen kommt. Nö kommt man nicht. Trotzdem sind wir ein großes Stück weiter gekommen. Ich glaube sie hat es so halbwegs verstanden.

Zum Schluss haben wir dann noch ein paar Mal die Wand und die Wippe gemacht und dann reichte es auch. Nach 45 Minuten Einzeltraining haben wir dann auch aufgehört. Mein Mädel hat aber die ganze Zeit super mitgearbeitet und das, obwohl es echt warm war. Natürlich hatte sie zwischenzeitlich kurze Pausen und durfte auch was trinken. Aber sie hat sich nicht ein einziges Mal hin gelegt. Schien also nicht soooo anstrengend gewesen zu sein für sie.