Samstag, 17. März 2018

Mozart wird ein Jahr!

Kleiner Mann, nun bist du groß. Dabei war es doch erst gestern, dass ich dich zum ersten Mal in den Händen gehalten habe! So schnell ist das erste Jahr vergangen und du hast es mir wirklich leicht gemacht mit der Erziehung. Machst du einen Fehler, lernst du sehr schnell daraus und bemühst dich es beim nächsten mal besser zu machen. Es ist wirklich Wahnsinn, wie schnell du lernst. Ich muss mich manchmal bremsen nicht zu viel von dir zu fordern. Mit deinem sonnigen Wesen hast du sogar die Dottie um die Pfoten gewickelt, was mich ganz besonders freut. Alles Gute zu deinem Geburtstag und noch gaaaaaaaaaaanz viele schöne und gesunde Jahre!

Zur Feier des Tages durfte Mozart dann heute mit mir einen Geburtstagsausflug nach Basdahl zum Weser-Cup machen. Wir waren ja schon einmal auf einem Schnupper-WT, aber da war so wenig los, dass er nicht wirklich die Atmosphäre mitbekommen hat. Nun weiß er aber schon was Dummyarbeit ist und er kann den Schuss bereits damit verbinden.

Heute Vormittag startete die F und es waren nur etwa 20 Teilnehmer in drei Gruppen vor Ort. Schon bald erreichten wir die erste Wartezone. Wir stellten uns in die Nähe und schauten bei der Arbeit des Hundes zu der gerade dran war. So richtig viel konnten wir nicht sehen, aber darum ging es mir heute auch nicht. Mozart sollte einfach mal in der Nähe der anderen Hunde die WT-Atmosphäre mitbekommen. Er war ganz ruhig neben mir und nach einiger Zeit gingen wir dann weiter zur nächsten Wartezone. Hier konnte man leider noch weniger sehen, aber es wurde zwei Mal geschossen. Und das fand Mozart mal richtig interessant!

Ich war wirklich froh dass ich ihn an der Leine hatte! Nicht auszudenken wenn er durchgestartet wäre! Aber glücklicherweise hört er ja so gut, dass ich ihn sicherlich hätte zurückrufen können. Ab da war Mozart auf jeden Fall mehr als Aufmerksam und lief deutlich besser an der Leine. Er war nun im Arbeitsmodus angekommen und versuchte beim weitergehen neben mir zu bleiben und gleichzeitig mitzubekommen wo denn nun ein Dummy fällt. Er konnte ja nicht wissen, das für ihn keines fallen wird.

Kaum waren wir an der dritten Wartezone angekommen, war dort Pause. Da dort in dreier-Teams gestartet wurde, mussten die Helfer noch auf den dritten Hund warten, der sich noch in der Aufgabe davor befand, bei der wir eben zugeschaut hatten. Während wir also in der Nähe der beiden wartenden Hunde standen, nutzten die Helfer die Zeit sich ein wenig zu bewegen. Hinter uns fielen zwei Schüsse und unmittelbar danach trat ein Helfer mit Dummys in der Hand vor uns auf den Acker und schwang diese ordentlich vor- und zurück. Mozart setzte sich sofort beim Schuss und schaute gespannt auf den Helfer. Tja und dann hörte der einfach auf und ging wieder in den Wald. Das war echt gemein. Da wir noch weiter warten mussten, nutzte ich die Zeit und hab ein paar Fotos von meinem kleinen Buben gemacht. Und Mozart schaute aufmerksam dorthin wo etwas passieren könnte ...

 
 

Da man auch bei dieser Aufgabe dann nicht wirklich etwas sehen konnte, sind wir langsam wieder zurück gegangen. Reichte auch. Das was ich wollte, haben wir gemacht. Also konnte das Geburtstagsprogramm weiter gehen. Ab nach Hause!


Zuhause gab es dann den Geburtstagssnack - für die Labradore größere und für die beiden Border Collies etwas kleinere Vegetarische Algenkaustangen. Gab es schon ewig nicht mehr hier und Mozart hatte die glaube ich noch nie. Nachdem er fertig war, gab es dann das Geburtstagsgeschenk: Eine neue Torgaswurzel - so groß, dass Dottie Schwierigkeiten hat sie wegzuschleppen.


Auf dem Spaziergang hatte ich heute ein Zergel dabei, dass mir Dottie gleich klauen wollte. Während sie an der einen Seite zog und zerrte, kam Mozart an und wollte auch. Ich überließ ihm die andere Seite und die beiden zogen und zerrten ...
 


Bis der Mozart gewann. Die beiden machten das dann noch ein paar Mal unterwegs. Mal hatte er das Zergel und Dottie versuchte es zu klauen und mal umgekehrt. Und ab und zu durfte ich es aus dem Dreck aufheben weil es einfach lieblos liegengelassen wurde. Danach gab es dann ein kleines Schläfchen und am späten Nachmittag durfte der Bub noch einmal ein kleines Training absolvieren.

Die Aufgabe: Voran.
Die Schwierigkeit: Arbeiten mit Mama und warten bis man dran ist
Dazu hab ich Mozart mit einer Zwei-Meter-Leine und Geschirr an einem Baum gesichert und Jay Jay daneben gesetzt. Das erste Dummy durfte Mozart mit mir zusammen auslegen, Jay Jay musste von ihrem Platz aus schauen. Wir haben auf zwei bekannte Punkte im 90-Grad-Winkel gearbeitet. Ausgelegt habe ich an beiden Punkten jeweils 2 Dummys.

Jay Jay durfte zuerst arbeiten. Ich rief sie zu mir - Mozart wollte gerne mit und sprang erst einmal voll in die Leine. Gut dass er ein Geschirr trug. Dafür dass er sich dann zurück genommen hat, gab es den Click und Belohnung. Ich schickte Jay Jay voran und während sie noch unterwegs war, ging ich einen Schritt zurück und belohnte Mozart der nun fast neben mir stand. Blickrichtung natürlich zu Jay Jay, damit ich auch pfeifen kann. Während ich Jay Jay auf dem Rückweg lobte, bekam Mozart ein leises Click und Belohnung für artiges warten. Kurz bevor Jay Jay bei mir war, bin ich wieder einen Schritt nach vorne gegangen, damit Mozart nicht bei der Abgabe stören kann. Das ging erstaunlich gut! Nun war Mozart dran. Zuerst die Moxon umlegen, dann die Jay Jay auf ihren Platz setzen, nun die Leine vom Geschirr abmachen und los ging es zu unserem Platz. Beim ersten Mal war Mozart so aufgeregt, dass er an mir hoch sprang. Ich schickte Mozart Voran und er arbeitet sehr schön mit. Nur bei der Abgabe flitzte er kurz an mir vorbei. Nach einer kurzen Ansage, kam er dann aber sofort zu mir zurück. Ich hatte damit schon gerechnet, weil er wegen des Wartens so aufgeregt war.

Mozart wieder angeleint und Jay Jay mit zum Startplatz einen Schritt weiter vor genommen. Nun ging es zum zweiten Dummy. Auch dieses Mal sprang er noch mal in die Leine, das war dann aber auch das letzte Mal. Er lernt wirklich schnell was von ihm erwartet wird! Nachdem er gemerkt hat das er da eh nicht weg kommt, hat er sich seinem Schicksal ergeben und eben artig gewartet. Gab ja auch Clicks und Belohnung dafür. Danach war der kleine Mann wieder dran und holte sein zweites Dummy. Anspringen musste er mich dieses mal nicht mehr und die Abgabe klappte auch besser. Er war deutlich weniger aufgeregt.

Nachdem ich ihn wieder angebunden habe, musste er zusammen mit Jay Jay warten bis ich die Dummys wieder ausgelegt habe. Wir machten die Übung noch einmal genau so. Erst die eine Seite nacheinander, dann die andere. Beim nächsten Durchgang durfte Jay Jay dann erst beide Dummys holen und danach Mozart ebenso. Der Bub wartete die ganze Zeit artig. Ich glaube er hat verstanden, dass er auch dran ist. Wir haben dann noch einmal dasselbe an einer anderen Stelle gemacht und Mozart saß dort als hätte er noch nie etwas anderes gemacht.  



Und nun ist der kleine Mann kaputt von all den anstrengenden Sachen.








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