So das Agi-Turnier ist gelaufen. Ich war schon total früh zuhause, weil wir nur
80 Starter waren und dann auch nur zwei Starts hatten. Find ich sehr gut.
Der
Prüfungslauf gleich früh (hahaha war schon nach 10 Uhr
) lief gut.
Trotzdem DIS.
Ein Slalomfehler,
übrigens der einzige. Das hat mich dann allerdings ein bisschen aus dem
Konzept gebracht. Danach dann noch eine Fehleinschätzung des Tunnels der
zwei Hürden dahinter kam, der hätte uns dann eh ein DIS beschert. Danach dann
lief alles perfekt. Ich konnte Aiden so führen wie ich es mir vorgenommen
hatte und gerade auch die schwierigen Stellen waren fehlerfrei! 
Der
Jumping war dann eine Katastrophe. Da hat doch tatsächlich irgendjemand den
Parcours umgestellt, als ich meinen Hund geholt habe!
Ich schwöre, dass
diese beiden blöden Hürden viel dichter am Tunnel dran waren vorher. Auf jeden
Fall hat mich die Entfernung ein klein wenig verwirrt, so dass ich erst mal
auf die Zahlen gucken musste wo ich denn wohl hin muss. Oh, war ja doch
richtig. 
Shit, ich
hatten den Aiden bereits zurückgerufen und durch den Tunnel geschickt. Danach
ging dann auch gar nix mehr. Immerhin haben wir noch den Slalom fehlerfrei
bewältigt und die Zielhürde gefunden.
Das ist
mir auch lange nicht passiert, dass ich mich so verlaufen habe.
Toll an
beiden Läufen war, dass ich nicht abrufen, sondern mitlaufen konnte. Da hab ich
dann nochmal ein bisschen Zeit das Abrufen wieder zu festigen.
Mit
Klein Dottie habe ich dann auch noch ein bisschen geübt als ich nicht helfen
musste. Auf dem Nebenplatz standen ein paar Hindernisse und wir haben den
Slalom mit Wechsel hinterm Hund geübt. War eigentlich ein "Unfall" und nicht
wirklich geplant. Aber als sie das so locker weggesteckt hat, hab ich es
dann etwas intensiver geübt.
Hier noch ein Bild von heute Abend: Dottie
beim Zähneputzen im Garten. Aiden hat schon geschnarcht.

Ich habe heute etwas neues für Dottie gekauft. Und das wollte ich mal eben
hier zeigen:
DAS ist Dotties neues Holzapportel. Fast Bleistiftdünn ... Und davor Dotties
Apportierbleistift, mit dem wir schon ewig das Halten auf dem Sofa geübt haben.
Die Idee dahinter ist, dass ich ihr erst mal den Bleistift gebe und dann kurz
das Apportel und danach wieder den Bleistift. Und meine Hoffnung: Dottie merkt
das nicht und findet es toll. 

Yeah! 


Dottie
hat es gehalten ! 



Erst
den Bleistift gegeben mit "Halt mal fest". Dottie nimmt den Bleistift und hält
ihn fest. Ich lobe, lobe, lobe und dann "Gib". Dottie spuckt mir den
Bleistift in die Hand. Danach dann das neue Apportel hingehalten mit "Halt mal
fest". Dottie macht die Schnüs auf, ich steck das Teil hinein, Dottie macht
die Schnüs zu und hält. Ich hätte am liebsten einen Freudentanz aufgeführt, hab
mich aber zusammengerissen und wie vor leise lob, lob, lob und dann "Gib".
Kein Click, kein Nix, so wie auch sonst immer wenn wir Bleistift halten
gemacht haben. Danach nochmal den Bleistift und noch einmal das Apportel. Dottie
saß ruhig neben mir auf dem Sofa und hat das Ding so lange gehalten, dass
ich es sogar hätte schaffen können ein Foto zu machen. Hab ich aber lieber
gelassen, dafür ist mir diese Übung viel zu wichtig. Das darf jetzt nicht
wieder schiefgehen.
Hinter uns liegen drei sehr schöne Seminartage. Aiden und ich haben zusammen
am Agility-Profi-Camp teilgenommen. Ich hatte mich vorsorglich schon mal auf
schlechtes Wetter eingestellt, doch rechtzeitig vorher schlug es doch um und so
hatten wir drei sehr schöne, warme Tage. Manchmal schon fast zu warm. Aber bloß
nicht meckern, sonst regnet es wieder.
Unsere Gruppe hatte am Vormittag Seminar, die andere am Nachmittag. Zuerst
einmal haben wir in der Vorstellungsrunde jeder kund getan woran er gerne
arbeiten würde und was seiner Meinung nach schief läuft. Danach kam dann der
erste Lauf. Ups, da tat sich bei mir doch glatt ein kleines
Kontaktzonenproblemchen auf.
Wusste ich bis dahin noch
gar nicht.
Aber Aiden ist immer mal für
Überraschungen gut. Nach jedem Lauf wurde auch gleich analysiert was gut war und
was man anders hätte machen können oder sollen. Und dieses "Anders" durfte dann
auch gleich ausprobiert werden.
Nach diesem ersten Lauf gabs erst einmal freies Training für alle. Jeder
sollte an seinem persönlichen Problem arbeiten und wurde dann auch korrigiert
oder bekam neue Trainingstipps. Hab dann mit Aiden noch mal mit Ballbelohnung an
den Kontaktzonen gearbeitet und siehe da, er hat sich dran erinnert was ich von
ihm will. Bis zum Ende des Seminars ist das dann auch so geblieben und ich denke
mit dem Thema sind wir durch.
Über die Tage verteilt haben wir verschiedene Parcours erarbeitet. Und ich
muss sagen, es lief mit Aiden richtig gut. Für mich war es besonders wichtig,
dass wir zusammen arbeiten und Aiden bei mir ist. Und das war er.
Mein Bub hat auch sehr wenige Stangen gerissen. Die meisten
davon gingen dann auch mal wieder auf meine Kappe. Aber es gab auch Läufe ohne
dass eine einzige Stange fiel!
In den meisten Parcours waren genau unsere Problemzonen eingebaut. An diesen
Stellen kann ich mir immer sicher sein, dass die Stangen purzeln wenn ich nicht
da bin um Aiden weit genug hinauszuführen.
Dummerweise
sind die meisten Parcours so gebaut, dass ich ihn an einer Stelle kontrolliert
hinausführen muss und so immer hinter ihm bleibe und dann eine riesige
Laufstrecke kommt auf der ich ihn nicht wieder einholen kann. Am ersten Tag habe
ich dann unter anderem auch daran gearbeitet, dass Aiden einfach mitten im
Parcour mal mit mir einen kleinen Kreis läuft und wir dann gemeinsam
weiterlaufen. Hat richtig gut geklappt und dadurch war er dann auch viel mehr
bei mir und kam nicht so ins rennen.
Zusätzlich haben ich auch geübt Aiden hinter meinen Rücken zu schicken, so
habe ich den Wechsel schon fertig bevor er losspringt und ich komme schneller
weg und bin damit vor ihm. Kaum zu glauben, dass das so gut geklappt hat. Vor
allem ist Aiden dann auch sauber gesprungen! Ich hoffe dass ich das jetzt
häufiger mal einsetzen kann.
An unserer dritten Baustelle, dem Abrufen haben wir leider erfolglos
gearbeitet. Aus irgendwelchen Gründen kommt Aiden immer wieder mal auf die Idee
an den ersten Hürden vorbeizulaufen wenn ich ihn abrufe. Somit gibt es also
immer eine 50/50 Chance, dass er springt oder auch nicht. Auf den letzten
Turnieren ist er gesprungen und ich hatte die Hoffnung, dass das Thema nun ein
für alle Mal durch ist. Immerhin habe ich über ein Jahr lang daran gearbeitet
und bin solange immer mit ihm mitgelaufen. Leider hat Aiden sich aber gleich zu
Beginn des Seminars daran erinnert, dass man das auch mal wieder machen könnte.
Und selbst seine stärkste
Belohnung - der gelbe Ball - können ihn nicht von der Idee abbringen.
Trotzdem bin ich mit unseren Fortschritten sehr zufrieden. Wenn wir am
Wochenende so laufen wie auf dem Seminar, dann gibt es eine berechtigte Chance,
dass wir mal mit einem Nuller durchkommen.
Gestern haben wir wieder ein schönes
Obedience-Training gehabt. Zwar war es nicht so erfolgreich wie ich gehofft
hatte, aber trotzdem sehr
schön.
Begonnen haben wir
mit unserer Lieblingsübung, dem Apportieren. Ich durfte dann erst einmal
vormachen was alles nicht
funktioniert.
Hihihi es gibt ja
auch nix, was da funktionieren würde. Also habe ich vorgeführt wie Dottie
versucht sich zu entwinden
wenn es ans Halten geht. Hat mein Mädchen auch sehr schön gezeigt wie doof sie
das findet. Damit sollen wir
nun aufhören. Das wird Dottie freuen!
Als nächstes habe ich versucht zu zeigen wie das mit
dem Loben aussieht, wenn mein Mädchen ein Spielzeug still hält.
Dottie fand die Übung Klasse.
Sie sauste mit ihrem Zergel über den Platz und hüpfte und Sprang voller Freude
durch die Gegend. Schmiss es
in die Höhe, schleuderte es sich um die Ohren und war voller Lebensfreude. Nur
eins tat sie nicht. Irgendwann
einmal kurz innehalten und das Spielzeug einfach im Maul halten. Das war wohl
nix.
Das ist auf
jeden Fall kein effektiver weg
um ihr das Festhalten schmackhaft zu machen. Nichtsdestotrotz habe ich sie heute
Morgen, als sie mit ihrer Ente
im Maul vor mir stand ordentlich gelobt. Schaden wird das auf jeden Fall nicht.
Und wer weiß, vielleicht bietet sie mir das dann ja irgendwann doch öfter an.
Ich sollte es dann doch
noch mal mit einem Apportel versuchen und zwar im Laufen. Also das Apportel
geholt, Dottie an der Leine,
losgelaufen und versucht ihr das Teil irgendwie ins Maul zu geben. War gar nicht
so einfach! Um genau zu sein. Es hat nicht geklappt. Auch mein Trainer kam damit nicht weiter, denn Dottie
war überhaupt nicht gewillt mit ihm mitzulaufen – MAMAAAAAA !!!
Schade
eigentlich, hätte mir eine Menge Puste gespart.
Also musste ich wieder ran und weiterprobieren. Irgendwann hatte ich es tatsächlich geschafft. Dottie
trabte fröhlich neben mir her und hatte das Apportel vorschriftsmäßig in ihrer Schnut.
Leider habe ich
mich zu früh gefreut, denn Madame hatte im Nullkommanichts raus,
dass man das Ding wunderbar im
Maul drehen kann. Und zwar nicht rund um den Steg, sonder quer!
Mal
hatte sie den Steg im Maul,
dann das Endstück, dann wieder den Steg und dann das andere Endstück. Ideen hat
die! Ich sollte das dann mit
einem größeren Apportel versuchen und hab mir das Holzapportel geschnappt. Das
wiederum wollte sie nun erst mal gar nicht nehmen. Im Endeffekt haben wir uns darauf geeinigt dass ich
künftig so mit ihr übe, dass ich die Leine kurz und etwas stramm halte, das Apportel so vor ihr, dass
sie nicht drankommt. Sobald sie so zieht, dass sie unbedingt dran will,
darf sie es endlich nehmen.
Dann laufe ich lobenderweise mit ihr weiter, solange sie das Teil ruhig in ihrer
Schnut festhält. Ganz schön
Anstrengend! Zusätzlich soll ich nochmal das Bleistifthalten mit ihr üben, dass
ich von klein auf mit ihr gemacht habe, und das auch immer gut funktioniert hat. Vielleicht erinnert sie
sich daran, dass sie das damals eigentlich toll fand. Das
gemeine ist, dass ich beim
durchschauen des Tagebuches festgestellt habe, dass Dottie im Winter das
Apportel bereits festgehalten hat, wenn sie im Vorsitz war und es an meine Beine pressen konnte. Hier das Beweisfoto:

Als nächstes kam Fußlaufen. Das war richtig
super! Dottie läuft nun wieder hochkonzentriert ab dem ersten Schritt mit.
Je länger
die Strecke, umso höher die
Belohnung. Leider mussten wir vorzeitig abbrechen, da Madame es geschafft hat
beim Zergeln mit ihren Zähnen
meine Fingerknöchel zu treffen. AUA !!!

Die nächsten
Minuten hab ich dann damit verbracht meine Zähne zusammenzubeißen, bis der Schmerz dann endlich
nachließ und ich meine Finger wieder bewegen konnte. Sie hat so gut getroffen,
dass es bis in die Schulter
zog und gleichzeitig Zeige- und Ringfinger bewegungsunfähig waren.
Nach unserer Zwangspause
gings dann weiter mit der Box. Ha! Die können wir! Dachte ich zu mindestens.
Immer der
Reihe nach sollten die Hunde
nacheinander in die Box und bei jedem Durchgang dann ein kleines Stück weiter
nach hinten gehen. Die ersten paar Durchgänge waren super. Bis …. Ja bis da ein bisschen Leberwurst
verteilt wurde in der Box (zu mindestens glaube ich das es daran gelegen hat). Auf jeden Fall konnte Dottie ab
dem Zeitpunkt nicht mehr sofort ins Platz gehen, sondern kam immer bis an
den Boxrand und legte sich
dann da hin.
Das
hatten wir mit zu hochwertiger Belohnung ja bereits im Winter in der Halle
gehabt. Während die andern
dann etwas anderes gemacht haben, hab ich die Box nochmal alleine weitergeübt.
Allerdings kam zuvor noch eine
Einheit schnelles Platz. Kein Problem, das kann mein Mädel nämlich wirklich.
Dann wieder zur
Box. Solange ich direkt vor
ihr stand legte sie sich auch sofort ins Platz. Bin ich ein kleines Stück zurück
gegangen kam sie zu mir und legte sich da hin. Wir werden dann also diese Woche noch mal wieder
verstärkt Platz auf Entfernung üben.
Wir haben dann das Betasten geübt. Und dieses Mal
konnte Dottie es nicht nur im Sitzen sehr gut aushalten sondern sogar im Stehen!
Es wird also. Mein kleines
Hampelmädchen kann tatsächlich still stehen wenn sie angefasst wird. 
Zu guter Letzt dann noch die Ablage. Wir sind jetzt so
weit, dass sie ihre Zwei Minuten ohne rumrutschen fest liegt. Und wenn ich
zurückgehe, dann fängt sie an
sich das Maul zu lecken, weil sie ganz genau weiß, dass es jetzt was suuuuuuuper
Leckeres aus ihrer kleinen
Belohnungsdose gibt.
Das
hab ich schon mit Kwik und auch mit Aiden so gemacht und es hat immer gut
funktioniert. Aiden sabbert
heute noch nach der Ablage, obwohl er schon ewig keine supergroßen Belohnungen
mehr bekommt. Das sitzt. 
Heute Mittag dann hatte ich noch ein sehr schönes
Training mit meiner BH-Partnerin. Wir hatten uns geeinigt, dass jeder 10 Minuten
trainieren sollte, die der
andere Hund dann in der Ablage verbrachte. Zu dem Zweck hab ich mir das Handy
gestellt, damit ich mich voll und ganz auf die Arbeit mit Dottie konzentrieren konnte. Meine Partnerin
ging zuerst in die Ablage, also hatten wir das Vergnügen mit der Fußarbeit zu beginnen.
Ich habe mit Dottie das
komplette Schema durchgearbeitet, allerdings in kleinen Abschnitten und mit viel
Belohnung zwischendurch. Trotzdem konnte ich merken, dass sie sich zum Schluss immer schlechter
konzentrieren konnte und nicht mehr recht bei der Sache war. Die beiden letzten Übungen Fußlaufen mit Sitz und
Fußlaufen mit Platz hat sie dann aber wieder voll konzentriert gearbeitet. Dann
noch das Abrufen – schnell und
gerade!
Und genau
da klingelte der Wecker. Die Grundstellung habe ich mir geschenkt. Wir
brauchen also mit ganz viel
Belohnung zwischendurch 10 Minuten für das Schema. Dann sollten wir das in
sieben Minuten ohne
Belohnungen hinbekommen.
Dottie wieder angeleint und ab zum Ablageplatz. Handy schnell neu
programmiert, Dottie in die Grundstellung, abgeleint, ins
Platz gebracht und 30 Schritte
weg. Mit dem Rücken zu ihr hab ich ab und an mal einen Kontrollblick in das
Handydisplay geworfen um zu
kontrollieren ob sie gut liegt. War das erste Mal dass wir 10 Minuten probiert
haben. Bisher war das höchste 7 Minuten. Aber kein Problem, Dottie lag die ganze Zeit ruhig da.
Als ich dann
zurückkam das übliche Mäulchenschlecken vor lauter Erwartung. Sie
weiß auch, dass es manchmal
noch etwas dauert bis sie die Belohnung endlich bekommt weil ich manchmal noch
ein wenig neben ihr stehen
bleibe bis es endlich soweit ist. Und dann hatte sie sich ihre kleine
Belohnungsbox – gefüllt mit leckerem Rentierfleisch aus der Dose – wirklich verdient! Ich denke mal um die
Ablage brauche ich mir keine Gedanken zu machen. Die war bisher immer super.
Um die Konzentration beim Fußlaufen langsam aber
sicher etwas zu steigern, wollen wir nun täglich (möglichst mehrmals) je eine
Minute mit voller
Konzentration und sehr hochwertiger Belohnung Fußlaufen. Dann nach einer Woche
auf zwei Minuten erhöhen. Beendet wird jeweils mit einem ordentlichen Zergeln. Danach ist dann Schluss.
Zusätzlich weiter an den ersten Schritten üben und natürlich
auch noch nach dem Schachbrettmuster arbeiten. Das muss dann doch was werden mit der BH im August.
