Freitag, 25. Juli 2014

Obedience mit den Mädels

Heute Abend war ich mit den Hunden noch auf dem Platz. Normalerweise habe ich ja Freitags abends keine Zeit und komme deshalb selten dazu die Gruppenübungen im Obedience mitzumachen. Heute wurde die Gruppe zwei Mal gemacht und so konnte ich mit Jay Jay zum zweiten Mal daran teilnehmen. Vor einigen Wochen haben wir schon einmal das Glück gehabt, dass wir mitmachen konnten.

Wir waren mit vier Hunden in der Gruppe, die alle noch nicht so erfahren sind. Jay Jay habe ich rechts außen gesetzt, weil wir auch einen Rüden dabei hatten, der sehr wohl bemerkte was mit meinem Mädel los ist. Zuerst die Ablage. Jay Jay hat sich schön hingelegt auf mein Kommando und das des Stewards artig ignoriert. Auch die Kommandos der anderen haben sie nicht weiter interessiert. Ich bin dann auch nicht weit weg gegangen und habe mein Mädel einige Male fürs liegenbleiben belohnt. Im Normalfall hätte ich das wohl nicht gebraucht, da die anderen das aber getan haben, war es besser für Jay Jay auch Futter zu bekommen. Nach unserer zweiminütigen Ablage bliebt meine Kleine auch so lange liegen, bis der Steward vorbei war, sie ihre Belohnung erhalten hat und ich sie dann in die Grundstellung gerufen habe. Feines Mädchen!

Danach noch das Sitz. Auch wenn wir das noch nicht brauchen, so schadet es ja nichts wenn die Maus das rechtzeitig lernt. Auch hier blieb sie vorbildlich sitzen. Kennt sie ja eigentlich auch schon vom Dummytraining, auch wenn sie da nicht ganz so lange sitzen bleiben muss. Dafür gehe ich dann aber auch weiter weg.

Und weil ich schon mal die Gelegenheit hatte, habe ich sie gleich von einem unserer Ringstewards anfassen lassen während sie stand. Im Gegenteil zu Dottie blieb Jay Jay völlig cool stehen.

Weil es dann gerade anfing zu gießen, haben wir unterm Dach weiter gearbeitet. Da ist dann zwar nicht so viel Platz, dafür war es aber trocken. Für Jay Jay eine gute Übung. Aber auch hier hat mein Mädchen supergut mitgearbeitet und sich nicht um die anderen Hunde gekümmert. Wir haben ausgiebig an der Grundstellung, an der rechts- und der Linkswendung und an einigen Schritten Obedience-Fuß gearbeitet. Dann konnte man merken, dass die Kleine müde wurde und ich habe sie ins Auto gebracht.

Heute durfte sie vorne sitzen, denn wir haben einen Gast-Border Collie, der wenn er ins Auto einsteigt erst einmal die Welle macht und alles zusammenkläfft. Und da sagte Jay Jay: Hier steige ich nicht ein! Basta! Deshalb durfte sie vorne beim Papa vor den Füßen sitzen. Fand sie völlig in Ordnung - ich glaube wenn ich sie fragen würde, bleibt das dabei. So konnte sie nämlich während ich noch mit Dottie geübt habe zuschauen und sich dann irgendwann auf dem Fahrersitz zusammenrollen.


Heute Abend war ich dann mit Dottie zur Gruppenübung noch einmal auf dem Platz. Zuerst der "Einmarsch". Das macht sie richtig gut. Wir haben zwei Minuten Ablage außer Sicht gemacht und danach dann noch zwei Minuten Sitz. Da bin ich dann aber stehen geblieben. Das brauchen wir ja im Moment noch nicht. Mein Dottiekind hat die Übungen super gemacht und das obwohl sowohl rechts schräg hinter den Hunden als auch links schräg hinter den Hunden jeweils ein Hund trainiert wurde. Der recht wurde dann auch noch mit Ball belohnt und der linke mit jubelnden Worten. Aber alle Hunde sind sitzen geblieben, war nur witzig wie alle Köpfe zu dem Ball schossen, als dieser flog. Ich denke mal, wenn wir die letzten Tage da nicht dran gearbeitet hätte, dann wäre die Dottie losgelaufen und ich glaube mal, das die Hälfte der anderen Hunde dann hinterhergeprescht wären. Aber wir haben ja an unserem Problem gearbeitet und mein Mädel blieb wunderbar liegen bzw. sitzen.

Nach der Gruppenübung musste ich mal eben die Hunde
tauschen, weil wir noch eine zweite Gruppenübung für die Zweithunde, bzw. für die Leute die zu spät waren gemacht haben. Und so kam Jay Jay dann auch in den seltenen Genuss hier mitmachen zu dürfen. Nachdem ich dann noch mit Jay Jay ein wenig gearbeitet habe, war die Dottie wieder dran.

Ich habe dann mit Dottie an der Fußarbeit gearbeitet und heute war sie wieder richtig gut dabei. Keine Ahnung wieso das am Mittwoch Abend so blöd lief. Heute war ihr Kopf wieder schön stabil und eierte nicht ständig vor und zurück.

Auch am Steh aus der Bewegung haben wir noch mal geübt. Und nun bin ich soweit, dass Dottie stehenbleibt ohne dass ich mich umdrehen muss. Sie bleibt dann auch stehen. Und damit das auch schön stabil ist haben wir noch "aktives stehen" geübt. Dazu habe ich ihr wieder die Leine dran gemacht und sie in die Stehposition gebracht, dann an der Leine gezogen und sie dafür belohnt, dass sie sich nicht wegziehen lässt. Toles Spiel, dafür gibt's dann nämlich auch noch 'ne Belohnung.

Und dann musste ich erst einmal überlegen was ich noch vergessen habe zu trainieren. Richtig, da war doch noch die Distanzkontrolle! Die haben wir auch schon länger nicht mehr gemacht. Irgendwas vergisst man ja immer. Aber Dottie wusste noch genau wie das geht und hat dafür dann auch ihren Ball bekommen.

Das reichte dann auch an Training, denn wir haben ja morgens schon ordentlich was gemacht. Außerdem hatten die beiden Mädels heute Nachmittag ausgiebig zusammen getobt. Dafür haben sie beide super mitgearbeitet.


Obedience - Last-Minute-Training 3

Heute morgen das nächste Training mit meiner Maus. Wir haben uns für

- die Box
- die Hürde
- das Apportieren

entschieden.

Angefangen haben wir mit dem Apportieren. An der 5-Meter-Schlepp habe ich mein Mädel mitten auf dem Platz fixiert und das Apportel ausgelegt. Fürs warten gab es ein Leckerchen und dann durfte sie das Apportel holen. Weil das so gut lief und sie es schön artig in der Mitte aufgenommen hat, habe ich das ganze dann nach ein paar Wiederholungen etwas formelle gemacht. Dottie musste in der Grundstellung warten, ich habe das Apportel ausgelegt und das Mädel durfte es nach Aufforderung holen und ins Vorsitz kommen. Dafür gab es jedes Mal einen ordentlichen Happs aus dem Aluschälchen.

Nun kam die 20-Meter-Leine zum Einsatz, damit wir auch weitere Distanzen üben können. Sobald mein Mädel aber Spitz bekommen hat, dass sie nun weiter von mir weg kann, hat sie das Apportel zwar wunderschön aufgenommen, danach dann aber getötet, indem sie es hochwirft und auffängt, wegwirft und sich draufstürzt und es hochkant trägt. Das sie damit so nicht zurückkommen braucht ist ihr anscheinend mittlerweile klar, denn wenn sie damit zu mir kommt, dann trägt sie es wieder ordnungsgemäß in der Mitte. Klar, dass es dafür keine Belohnung gab. Satt dessen aber wieder die 5-Meter-Leine. Dann habe ich halt erst einmal die 5 Meter fast ganz ausgereizt. Mal gucken, ob ich die noch mit einer anderen Leine ein bisschen verlängern kann. Da wird mir schon was einfallen.

Auf jeden Fall habe ich gelernt, dass die Entfernung eine große Rolle spielt, ob sie vernünftig apportiert oder aber Blödsinn macht.

Nach dieser Übung haben wir dann den anderen Teil geübt, das Sitzenbleiben wenn ich das Apportel werfe. Nur ein einziges Mal ist mein Mädel eingesprungen. Sie blieb ordentlich neben mir sitzen ohne dass ich ein Bleib-Kommando gegeben hätte und blieb auch weiterhin sitzen wenn ich das Apportel geworfen habe. Dann gabs den Click und Ball nach hinten.

Danach dann die Box. Zuerst ein paar Bälle dafür, dass sie nur zur Box schaut, danach dann in die Box geschickt. Dottie hat diese sofort gefunden und auf Kommando ihr Platz gemacht. Fürs liegenbleiben wenn ich zu ihr zurückgehe gab es dann den Jackpot. Ich habe die Box dann noch von einer anderen Seite gemacht und auch hier hat mein Mädel sie sofort gefunden.

Zum Schluss dann noch die Hürde. Hier gabs Wurstbelohnung für das Sitzenbleiben. Dann nachdem ich mehrfach zurück gegangen bin um sie zu belohnen, durfte sie endlich über die Hürde springen und ins Vorsitz kommen. Hat sie superklasse gemacht. Danach bekam sie dann ihr Auflösungswort und kommt natürlich prompt in die Grundstellung. Unsere Trainerin hat dann auch gleich gefragt: Oh, habt ihr die Grundstellung geübt? Jepp, haben wir, merkt man das?

Gerade bei schnelldenkenden Hunden darf man das ja nicht zu oft üben, aber eben auch nicht so wenig, dass Hund es nicht mehr kann. Manchmal ganz schön schwer da die Waage zu halten.

Wir haben nun als Hausaufgaben die Steigerung beim Apportieren mitbekommen und auch besprochen wie ich an der Box weiter vorgehe. Nächste Woche haben wir dann 3 Tage unser Obedience-Camp. Und heute Nachmittag fahre ich noch mal mit ihr zum Platz um am Gruppentraining der Hoppers teilzunehmen. Die Gruppe zu üben habe ich ja nicht so oft die Gelegenheit, umso wichtiger dass ich die Chance heute nutze, wo ich schon mal frei habe.

Donnerstag, 24. Juli 2014

Obedience - Last-Minute-Training 2

Unser Mittwochs-Obi-Training war auch mal wieder sehr schön. Für dieses Training hatte ich

- Fußlaufen
- Steh aus der Bewegung
- Abrufen
- Grundstellung
- Rückwärts laufen

geplant.

Begonnen haben wir mit dem Steh aus der Bewegung. Dottie durfte frei mit mir mitlaufen und bekam von mir das Kommando. Erst danach habe ich mich dann zu ihr gedreht und das Handzeichen gegeben. Das lief schon richtig gut und wir mussten nur noch ein bisschen an den Feinheiten arbeiten.

Danach dann das Fußlaufen. Ich war mal wieder ein bisschen luschig und dementsprechend eierte Dottie auch neben mir mit dem Kopf rum. Nachdem ich mir 'nen Einlauf abgeholt habe, haben wir dann erst mal an der schönen Kopfposition geübt. Und nach einiger Zeit lief es dann auch deutlich besser.

Nach dem Fußlaufen habe ich eine Zeit lang an der Grundstellung geübt. Am Dienstag ist uns aufgefallen, dass ich das aus dem Vorsitz ein bisschen vernachlässigt habe. Ab und zu sollte man das auf jeden Fall mal üben. Gestern war dann also "ab und zu" Dottie hat das sehr schön gemacht, ich muss aber echt aufpassen, dass ich keine ungewollte Schulterhilfe gebe.

Danach haben wir am Rückwärtslaufen gearbeitet. Dazu habe ich mir ein Teil vom Weitsprung auf die Erde gelegt, so dass wir eine niedrige seitliche Begrenzung hatten. Dotte in der Grundstellung, Kommando und mit dem linken Fuß den Ansatz des nach vorne gehens, dann aber zurück. Das versteht die Maus sehr gut und kommt schön am Bein mit zurück.

Bevor die Stunde zu Ende war, habe ich mich dann noch mal mit dem Abrufen beschäftigt. Und weil ich ja vorher so schön die Grundstellung geübt habe, ist die Maus doch tatsächlich beim ersten Mal gleich in die Grundstellung gekommen. Dafür war die aber auch sehr schön. Aber halt nicht das was ich wollte und deshalb gab es dafür auch keine Belohnung.

 
Heute morgen habe ich dann mit Dottie noch mal am Apportieren und an der Box geübt. Dazu habe ich sie erst einmal an der 5-Meter-Schlepp gesichert und am Pfeiler des Weidetors angepflockt. Zur Erinnerung erst mal das Halten geübt und mal kurz am Dosenfutter lecken lassen dafür. Dann das Apportel vor Dotties Füße geworfen. Belohnung fürs nicht aufnehmen und dann Apport. Beim ersten Mal schnappt sie es sich und will damit mal eben eine große Runde drehen. Nach fünf Metern war aber Schluss. Naja, dann kam sie damit halt zu mir. Dafür gab es natürlich nix. Beim nächsten Versuch hat sie das Apportel dann aufgenommen und kam gleich damit zu mir. Für das falsche aufnehmen gab es natürlich auch nix - außer ich Schadewort. Neuer Versuch: Und die Dottie hat das Apportel vernünftig aufgenommen und ist damit zu mir gekommen. Jackpot! Sie durfte sich richtig viel von dem Futter nehmen. Dann noch ein paar Mal das Apportel mal hierhin und mal dahin geworfen. Hat sie es gut aufgenommen gab es wieder Dosenfutter, hat sie es schlecht gemacht gab es nix. Die Dose war leer.

Dann haben wir noch die Box geübt und ich habe gelernt, dass mein Mädel auf jeden Fall die Box nur dann als solche annimmt, wenn auch ein Band Drumherum ist. Ich dachte ich könnte mir das mal sparen. Ich wollte ja aber auch hauptsächlich daran üben, dass sie nicht losläuft bevor ich es sage und dafür reichte die "halbe" Box. Wir konnten das Sitzen vor der Box schon recht weit herauszögern, bevor ich den Ball für sie nach hinten geworfen habe. Natürlich war mein Mädel dazu nicht mehr angeleint und sie durfte auch all ihre Energie herauslaufen.

Ich finde das sieht schon alles sehr gut aus. Morgen früh ist dann das nächste Training.


Dummy festhalten mit Alukatze

Jay Jay und ich haben heute morgen eine kleine Trainingseinheit eingelegt. Und es lief richtig gut.

Zuerst das festhalten des Dummys. Maul auf, Dummy rein, halten! Und Jay Jay hält und hält, dann ruf ich sie zu mir und sie spuckt aus. Ok schade. Also noch einmal und statt sie zu rufen, habe ich sie nun dazu animiert mit Händefuchtelei mit mir mitzulaufen. Hat sie sogar gemacht. Dann bin ich vor sie getreten und ein paar Schritte rückwärts gegangen. Dabei hab ich sie mit den Händen ins Vorsitz gebeten und nach mal das "Halten" zur Erinnerung gesagt. Und sieh mal einer guck: Das Mädel hats gemacht! Click! Und dann kam ein Schälchen Dosenfutter zum Einsatz. Na die großen Augen hättet ihr mal sehen müssen. Ich musste aufpassen, dass sie die Schale nicht gleich mitfrisst. Aber das hat gewirkt.

Die nächsten Übungen liefen gleich ab, nur habe ich nun langsam angefangen auch mit ihr zu reden und sie zum Mitkommen bzw. Vorsitzen aufzufordern. Hat sie das Dummy nicht gehalten, gab es das Schadewort. Blieb es bis zum Schluss in der Schnüt, gabs das Dosenfutter. Die Erfolge waren enorm.

Danach dann noch ein bisschen Sitzpfiff geübt mit dem Rest des Dosenfutters. Und ich würde mal sagen: Jay Jay hat zu 90 % verstanden was ich von ihr will. Wir werden natürlich weiter dran üben, aber ich denke mal wir können dann nächste Woche mal ein bisschen angeben.
 
 
Mein Mädchen ist soooooooooooooo klasse!

Jay Jay ist heute Abend den ganzen Spaziergang frei gelaufen. Normalerweise leine ich sie nach spätestens der Hälfte der Strecke an, weil sie dann nur noch "Sachen macht" und nicht mehr klar denken kann dabei. Heute war sie die ganze Zeit klar im Kopf und ansprechbar. Kam immer wieder schön zu mir um sich eine Belohnung abzuholen - auch wenn ich nicht gerufen habe. Und sie kam auch auf Pfiff jedes mal sofort zurück.

Es wird, es wird, es wird.