Tagebuch für alle sportlichen und nichtsportlichen Aktivitäten (Dummytraining, Agility, Obedience)
Sonntag, 27. September 2020
BLP mit Jay Jay
Dienstag, 25. August 2020
Training mit Jay Jay
Alles kaputt und total verdreckt. Nein, da konnte ich auf keinen Fall rauf gehen ohne mir irgendetwas weg zu holen. Und da sind tatsächlich Leute rauf gegangen. Kurz vorm Schlafengehen bin ich dann mit Jay Jay noch einen letzten Gang gegangen, damit wir uns beide noch einmal erleichtern konnten. Als ich zurück kam, sah ich schon von weitem einige Polizeiautos und jede Menge Polizisten vor dem Campingplatz stehen. Gegenüber des abgeschlossenen Platzes, auf dem ich stand, war noch ein weiterer Platz der von sogenanntem "Fahrenden Volk" belegt war. Und die hatten wohl unter Alkoholeinfluss heftigen Streit. Ich hab gesehen dass ich da mit Jay Jay vorbei komme, aus dem Handschuhfach mein Pfefferspray raus gesucht und aus meiner Lebensmittelkiste mein Kartoffelschälmesser und bin damit ins Bett gegangen.
Am nächsten Morgen habe ich zugesehen dass ich verschwinde und zum Seminar komme. Das Seminar war richtig toll. Nette Menschen, nette Hunde und viel gelernt. Das Gelände von Katja ist einfach ein Traum! Ich habe es dann auch gleich noch genutzt um mit Jay Jay für die BLP stöbern im Gewässer zu üben. Das bot sich an, denn die Teiche haben zum Teil einen schönen Schilfgürtel gehabt. Jay Jay hat das richtig gut gemacht und sich problemlos in einem völlig fremden Gewässer übers Wasser einweisen lassen und dann gründlich gesucht.
Sonntag, 9. August 2020
Dummyseminar mit Katja Wiemers
Am Sonntag morgen um 6 Uhr habe ich mich mit Mozart auf den Weg nach Schloß Holte-Stukenbrock gemacht. Ich habe das Halbtagesseminar bei Katja Wiemers ganz spontan am Freitag gebucht als "Belohnung" für mich weil ich so viel mit Hetty für die BH gemacht habe.
Glücklicherweise war die Autobahn frei und wir sind pünktlich angekommen. Natürlich nicht ohne mich kurz vor Ende der Strecke noch zu verfahren.
Wir waren 6 Teams und sind dann nach kurzer Begrüßung auch recht zügig ins Gelände gegangen. Nicht weit, schlugen wir unsere Wartezone unter ein paar Bäumen im Schatten auf. Kurze Erklärung der ersten Aufgabe und die ersten 3 Teams marschierten los, während der Rest im Schatten wartete. Mozart schaute interessiert und aufgeregt in die Richtung, aus der er die Hunde arbeiten hörte.Mozart durfte zuerst in die Suche. Ich schickte ihn los und er rannte schnurstracks am Rand des Teiches entlang zur Suche. Überlief ein wenig, bekam Wind und fand schnell sein Dummy. Schnell zurück zu mir und tatsächlich nicht mit dem Dummy rum gehampelt!
Als nächstes war Mozart mit der Steadyness dran. Der Bub hat nicht mal gezuckt, was ich zum Anlass nahm ihn dafür zu clicken und zu belohnen. Die Markierung des anderen Hundes zog sich deutlich in die Länge, da dieser immer rechts oder links herum um den Teich wollte. Irgendwann ist er dann mit Hilfe aber doch durchgeschwommen
Mozart war als letztes dran die Markierung zu arbeiten. Nachdem diese geworfen wurde, musste der andere Hund zuerst in die Suche. Erst danach sollte ich Mozart schicken. Ich war gespannt, ob er durch das Wasser durch geht oder außen herum läuft. Und ich war gespannt ob er das Dummy gut markiert hat. Kein Problem! Mozart sprang voller Elan ins Wasser und nahm den direkten Weg. Auf der anderen Seite raus aus dem Wasser und schon war er den Hügel hoch. Suchte auf meinen Pfiff hin und fand das Dummy. Auch den Rückweg nahm der Bub auf direktem Weg durch das Wasser.
Das war ein sehr schöner Auftakt!
So etwas haben wir noch NIE gemacht. Weder das ein Dummy im Baum hing, noch das ich ihn auf ein Blind auf eine Insel geschickt habe.Gleich nach dieser Aufgabe arbeiteten wir die zweite. Dazu sind wir ein kleines Stück weiter nach links gegangen. Ich sollte Mozart nun an der kleinen Insel vorbei auf die andere Seite schicken. Dort lagen etwa 5 Meter vom Rand entfernt die Dummys. Hier war Mozart sich nicht sicher und bekam Hilfe von mir. Ich setzte ihn dort ab wo wir standen und bin um den Teich herum gegangen bis zu der Stelle an der die Dummys lagen. Kurzes Geräusch und zurück zum Hund. Nun nahm Mozart die Richtung an und schwamm auf direktem Weg an der Insel vorbei. Suchenpfiff und schon war er wieder auf dem Weg zurück zu mir. Ebenfalls durchs Wasser. Er hätte auch außen herum laufen können.
Auch hier hätte er locker um den Teich laufen können, was auch einige der Teilnehmerhunde gemacht haben. Danach holte er dann die Markierung aus dem Wasser. Auch hier schwamm er durch den Teich und kam ebenso zurück.
Auch wenn die Fahrt lang war, so hat sich die Anreise für mich gelohnt.Außer den beiden Teichen an denen wir gearbeitet haben, gab es noch zwei weitere. In einem von ihnen habe ich Mozart während unserer Wartezeit noch ein bisschen schwimmen lassen. Ich hätte auch mit hinein gedurft, aber wenn ich meine Füße nicht sehe, gehe ich nicht ins Wasser.

Samstag, 8. August 2020
Begleithundeprüfung mit Hetty
Freitag hatte Hetty frei, wir haben nur im Garten gechillt und sind ein wenig spazieren gegangen in der Wärme. Am Abend dann Abhängen und Kraft tanken für den nächsten Tag.
Und der Parkplatz im Schatten war voll.
Ich durfte deshalb dann um das Gelände herumfahren und mich auf der anderen Seite, auf der wir normalerweise immer parken, hinstellen. Da habe ich mir die ganze Nacht lang Gedanken gemacht, ob der Niffler vernünftig arbeitet, wenn er zuvor auf einem fremden Platz, auf dem sonst immer Hundeschule ist, warm gemacht wird.
Zur Chipkontrolle mussten wir dann allerdings auf den Platz und uns vor den Autos in einem großen Kreis mit viel Abstand aufstellen. Und wie erwartet, war Hetty mit ihrem Rüssel die ganze Zeit auf der Wiese und hat Leckerchen aufgesaugt.
Sie da auf die Prüfung vorzubereiten wäre unmöglich gewesen und wir wären mit Null Konzentration gelaufen.
Als wir als fünftes dran waren, hatte die Sonne schon ein Drittel des Platzes eingenommen. Die Ablage lag allerdings für alle Hunde die ganze Zeit schön schattig. Glücklicherweise macht dem Niffler die Wärme nichts aus. Obwohl wir schon sehr früh hochsommerliche Temperaturen hatten.Hetty und ich sind als erstes das Schema gelaufen, unser Teampartner ging zur Ablage. Als sie ihren Platz eingenommen hatten, durfte ich mit Hetty los. Bis dahin hatte ich sie mit dem Ankündigungswort vorbereitet und schon ging es los. Hetty ist sehr schön bei mir an der Leine gelaufen, hat auch die Links-Wendung am Ende richtig gut gemacht, blieb beim Laufschritt und Langsamschritt schön bei mir und nahm das Tempo an. Dann ring es nach rechts und Hetty lief einen kleinen Bogen. Sie hat irgendwie nicht ganz mitbekommen das wir abbiegen.
Aber keine stramme Leine. Noch einmal nach rechts, Linkskehrt und nach ein paar Schritten anhalten und warten bis die Gruppe bereit ist. Wegen Corona musste die Gruppe weiter auseinander stehen und um den Abstand einzuhalten mussten wir einmal durch die Gruppe hindurch gehen und wieder zurück. Dann in der Mitte anhalten und wieder raus. Fertig. Ich predige meinen Leuten immer, dass sie sich das Schema wie sie um die Gruppe herum gehen genau einprägen sollen, damit sie nicht in der Prüfung nachdenken müssen. Und genau das ist mir nun passiert. Ich habe nachgedacht, weil ich plötzlich anders laufen sollte als gewohnt und habe vergessen das ich in der Mitte anhalten sollte. Da ich aber gleich nach der Gruppe angehalten habe, zählte das wohl noch.
Seit 15 Jahren laufe ich dieselbe Acht, und jetzt das. 
Ich habe Hetty noch einmal schön heiß gemacht mit meinem Ankündigungswort und dann die Leine abgemacht und eingesteckt. Einmal über den Platz, Linkskehrt und mit Normalschritt, Laufschritt und Langsamschritt wider zurück. Anhalten und fertig. Auch hier lief der Niffler schön bei mir. Jetzt noch Fußlaufen mit Sitz. Hetty blieb schön sitzen und wartete bis ich wieder zurück war. Dann Fußgehen mit Ablage. Zuvor noch ein letztes Mal heiß machen mit dem Ankündigungswort. Ich gebe das Platzkommando und Hetty geht dreiviertel ins Platz, hat aber die Ellenbogen nicht auf der Erde.
Sicherheitshalber gebe ich ein Bleib und marschiere los. Der Richter sagte mir, dass sie sich dann nach ein paar Schritten ganz abgelegt hätte. Als ich mich umdrehte lag sie. Nun wurde es spannend. Da Hetty in der letzten Woche ein paar Mal aufgestanden und schon hinterher gekommen ist, hatte ich das besonders geübt. Das Ergebnis war, dass sie beim Abrufen nicht sofort kam.
Irgendwas ist ja immer. Ich hatte mir aber überlegt das ein Doppelkommando besser ist als wenn sie hinterher kommt. Ich rufe Hetty ins Vorsitz und sie rennt sofort los!
Würde sie ins gerade Vorsitz kommen? Die Richtung stimmte zumindest. Unmittelbar vor mir schwenkt sie nach rechts rüber und kommt in ein schönes Fuß.
DAS HAT SIE NOCH NIE GEMACHT!
Egal, gibt auch nur einen Punkt Abzug.Ich habe Hetty angeleint und bin zur Platzablage gegangen. Während ich auf dem Weg war, habe ich Hetty mit dem Ablage-Ankündigungswort auf die Aufgabe vorbereitet. Grundstellung, ableinen, Platzkommando und 30 Schritte weg vom Hund. Hier war ich mir sehr sicher, dass sie liegen bleibt. Und das tat sich auch. Mein Teampartner lief auch zügig ihre Prüfung und als ich mich umdreht um zu Hetty zurück zu gehen, leckte sie sich voller Vorfreude ihr Mäulchen.
Hetty, es tut mir leid, du kannst hier jetzt keine Belohnung bekommen!
Erst mussten wir noch zum Richter und bekamen dort mitgeteilt, das wir beide bestanden haben und somit zum Verkehrsteil. zugelassen sind.Zurück am Auto gab es dann für Hetty ihr kleines Döschen mit Quark. Dieses mal randvoll. Das hatte sie sich auch verdient. Danach gabs noch was zu knabbern. Schnell waren die anderen Teams auch durch. Nach uns kamen noch weitere drei. Und dann ging es ab in die City.
Unsere City ist ein Dorf.
Aber wir hatten dort Ablenkung durch Autos, einen Fahrradfahrer, jemanden der mit dem Schirm an uns vorbei ging usw. Hetty lief ganz toll an lockerer Leine in der Gruppe mit. War überhaupt nicht so aufgeregt wie die Woche zuvor, wo wir schon mal alle dort lang gelaufen sind um das zu üben. Das reichte ihr anscheinend um es kennenzulernen.
Damit wir schnell in den Schatten konnten, habe ich Hetty gleich als erstes angebunden und bin außer Sicht gegangen. Brav saß sie da und wartete unbeeindruckt bis ich wiederkam. Ab in den Schatten! Als alle durch waren mussten wir uns noch einmal in einem großen Kreis aufstellen und unsere Trainer liefen innen an uns vorbei.
Im Anschluss gab es dann die Beurteilung und wir sind zurück zum Platz gefahren. Hier gab es dann schon bald unsere Papiere zurück und eine Schleife.Der Niffler darf sich nun Begleithund nennen!

































