Montag, 24. November 2014

Obedience - Aiden ist einfach toll!

Aidens Obedience-Training war mal wieder spitze! Der Bub macht super Fortschritte.

Mit frisch gekochten Hühnerherzen bewaffnet haben wir erst mal an der Fußarbeit gearbeitet. Bei ihm sind wir nun dazu übergegangen, dass er unter meiner Hand laufen und dabei hochschauen soll. War ein bisschen schwierig ihm das zu vermitteln, aber er hat es letztendlich doch begriffen. Und so konnten wir heute zeigen, dass wir schon große Fortschritte gemacht haben. Da mein Bub dazu neigt den Hintern nach links außen zu drehen, laufen wir nun mehr oder weniger große linkskreise dabei. Und siehe da - es wird immer besser. Ich hoffe das ich damit seine Position deutlich verbessern kann. Bisher sieht es gut aus. Und Aiden findet das Training klasse, denn wann hat er schon mal so tolle und vor allem viele Leckerchen für solch eine Banale Übung bekommen?

Danach ging es dann weiter mit der Geruchsunterscheidung. Man konnte merken, das das Training letzte Woche ausgefallen ist. Schon war der Herr wieder so hibbelig, dass er erst mal alle Hölzchen durcheinandergeschubst hat. Aber er hat trotzdem noch das richtige gefunden. Das wird wohl immer eine 50/50 Übung bleiben bei uns. Obwohl er meistens das Richtige bringt, kann es durchaus sein, dass er bei Aufregung einfach wieder ins Apportieren verfällt und irgendeines bringt. Auf jeden Fall müssen wir das regelmäßig wiederholen, damit die Übung stabil bleibt. Wir hatten im letzten Training ausprobiert wie er darauf reagiert wenn wir die Hölzchen enger zusammenlegen (hab ich im Seminar gelernt). Aber heute haben wir uns davon dann doch wieder verabschiedet. Und zwar weil er die Dinger einfach so durcheinander schubste. Das war auch nicht Sinn und Zweck der Sache. Aber einen Versuch war es wert. Der Bub hat es sogar geschafft zwei Hölzchen gleichzeitig mitzubringen. Und dann hat er sie direkt vor mir abgelegt um mir das Richtige zu geben.

Dann haben wir endlich mal wieder das Abrufen gemacht. Aiden blieb auf Anhieb stehen, aber ich hatte irgendwie den Verdacht, dass er auch stehengeblieben wäre, wenn ich nix gesagt hätte. Und so habe ich ihn beim nächsten Mal durchgerufen, bzw. halt kein Stehkommando gegeben. Mein Verdacht hat sich bestätigt. Ich weiß echt nicht, wie er da plötzlich drauf kommt. Das hat er noch nie gemacht! Ich achte gerade bei ihm besonders darauf, dass ich das Steh nicht zu oft mache und er immer mit Ballbelohnung durchgerufen wird. Nachdem ich ihn also einige Male durchgerufen habe, dann noch einmal die ganze Übung. Dieses Mal also erst das Steh und dann das Platz. Das Steh wurde sofort ausgeführt, das Platz auch. Nur das mein Bub statt sich hinzulegen noch einmal stehen geblieben ist. Ok, wir werden das schnelle hinlegen dann mal wieder üben.

Und dann kam Aidens neue Lieblingsübung. Das stehen hinter der Pylone. Und was soll ich sagen? Die Ausführung war spitzenmäßig! Klar gabs dafür dann erst mal wieder Dosenfutter. Auch die Wiederholung war klasse und so haben wir beschlossen die Übung mit dem Apportieren zusammenzusetzen. Irgendwann muss man ja damit beginnen, warum also nicht heute? Bevor wir allerdings Apportel genommen haben, kamen ein paar nicht ganz so tolle Spielzeuge zum Einsatz. Aiden saß in der Grundstellung neben mir, während unsere Trainerin etwa 10 Meter hinter der Pylone einige Spielzeuge auslegte. Natürlich so, dass Aiden das auch gut mitbekommt.

Nun wurde es spannend. Ich habe Aiden zur Pylone geschickt. Er läuft los, stutzt kurz vor der Pylone und stellt sich dahinter! Ok, es war nicht ganz gerade, was ich der Verzögerung im Lauf zuschreibe. Doch selbstverständlich hat er dafür sein Dosenfutter bekommen! Die Übung haben wir dann gleich noch einmal genau so wiederholt und dieses Mal stutzte mein Bub nicht, sondern lief sofort hinter die Pylone. Nur war er auch dieses Mal nicht gerade. Und so bekam er nur Lob und Hähnchenherzen. In der folgenden Wiederholung stand er dann aber kerzengerade. Nun sind wir einen Schritt weiter gegangen und haben die Apportel genommen. Und Aiden stellte sich tatsächlich hinter die Pylone! Nachdem ich ihn belohnt habe, durfte er zum allerersten Mal in dieser Übung ein Apportel holen. Er hat sofort die Richtung angenommen, das Apportel aufgenommen und sauber zu mir gebracht. Das kann er. Und weil das so gut war, haben wir die Übung noch einmal wiederholt. Tja, was soll ich sagen? Aiden blieb natürlich nicht an der Pylone stehen. Ich hatte es befürchtet, meine Trainerin allerdings nicht und so kam er natürlich zum Erfolg und belohnte sich selber mit dem Apport. Wir haben dann noch ein wenig daran geübt, dass er zur Pylone läuft anstatt zum Apportel. Noch einmal durfte er keines holen. Das wird noch spaßig werden und sehr viel Dosenfutter kosten.

Zum Abschluss haben wir dann noch ein bisschen Distanzkontrolle gemacht. Die Wechsel waren recht gut, obwohl ich schon längere Zeit nicht mehr daran gearbeitet habe. Nun müssen wir langsam die Distanz aufbauen.

Als ich Aiden ins Auto bringen wollte, blieb er doch tatsächlich mitten auf dem Platz stehen! Die Belohnungen waren wohl zu gut - er wollte noch weiter arbeiten.

Mittwoch, 19. November 2014

Obedience: Wow! Dottie kann das Steh!

Endlich hatten wir heute Abend wieder Obedience-Training.

Dottie war richtig klasse drauf und lief phantastisch Fuß. Ich sollte zwischen den Trainingseinheiten vielleicht häufiger mal ne Woche verstreichen lassen

Wir haben am Anfang an der Ablage gearbeitet. Erst einmal ist unser Trainer mehrmals an uns vorbei gegangen und hat die üblichen Befehle des Stewards gegeben, während wir die Hunde dafür belohnt haben nicht zu machen. Erst danach legten wir sie dann selbständig ab. Wir haben heute gleich an mehreren Dingen gearbeitet, aber zuerst einmal sollten die Hunde längere Zeit liegen bleiben und wir haben immer wieder zwischendurch belohnt. Danach dann zurück und wieder hat der Trainer den Steward gespielt und wir haben dafür belohnt dass sie nicht reagieren. Kurze Pause und dann der zweite Durchgang. Dieses Mal sollten die Hunde liegen, während der Trainer sich abwechselnd hinter dem einen und dem anderen Hund stellte. Das war mein spezieller Wunsch gewesen, denn Dottie reagiert da sehr unsicher drauf wenn jemand hinter ihr rumläuft. Ihrem Trainingspartner war das mehr oder weniger schnuppe. Da steht jemand und ich krieg was zu fressen? Prima! Dottie war aber sehr irritiert.

Danach haben wir endlich mal wieder die Box gemacht. Auch hier wurde immer abwechselnd gearbeitet. Dottie hat die Box richtig gut gemacht und sie sofort gefunden und sich auch sofort hingelegt. Egal von welcher Seite ich sie geschickt habe, mein Mädel ist zielsicher dorthin gelaufen. Zwischendurch musste ich aber ein bisschen mit dem Ball nach hinten belohnen bevor ich sie zur Box geschickt habe. Nicht weil sie nicht sitzen geblieben wäre, sondern weil sie nach einiger Zeit einen kleinen Entlastungsbeller rausgelassen hat. Nachdem sie dann aber drei Mal nach hinten flitzen durfte, war das vorbei. Dafür fiel ihr dann plötzlich ein, das man ja statt sich hinzulegen auch wieder zurückkommen könnte. Um dem Ball hinterherzujagen? Ich weiß es nicht. Aber ich habe die Distanz dann ein wenig verkürzt und dann hat es wieder geklappt. Da denke ich mir jetzt erst einmal nichts dabei. Vermutlich das lag einfach daran, dass sie weiter flitzen wollte.

Den gefallen habe ich ihr dann auch getan und mit ihr das Abrufen und das Steh geübt. Diese Übung habe ich ja beim letzten Training begonnen und dazwischen nicht ein einziges Mal daran geübt. Immerhin war das sieben Tage her. Zuerst habe ich sie abgesetzt, den Ball hinter sie geworfen, dann ins Platz gelegt und bin weggegangen. Dann mit ihrem Namen zu mir gerufen und kurz vor mir dann das Kommando fürs Vorsitzen gegeben. Dottie ist superschnell zu mir geflitzt und dann klasse ins Vorsitz gekommen. Dottie umgedreht und dasselbe noch einmal zurück. Dann wieder umgedreht und die Strecke ein drittes Mal. Dieses Mal jedoch habe ich sie etwa fünf Meter vor mir ins Steh gerufen und ein kurzes, schnelles Handzeichen gegeben. Ich hab gedacht ich sehe nicht richtig! Mein Mädel hat das Kommando sofort und vor allem rasend schnell umgesetzt und stand! Beim letzten Training hatte ich sie noch direkt vor mir stehen lassen und nun macht sie das so klasse ein paar Meter von mir weg! Weil ich sie ja nicht mehrfach auf der gleichen Linie abrufen und stehen lassen soll, habe ich mich mit ihr um 90 Grad gedreht und bin in die andere Richtung gegangen. Nun erst noch drei Mal durchgerufen und dann wieder das Steh ein paar Meter vor mir. Auch dieses Mal stand mein Mädchen sofort und schnell. Und natürlich gab es den Click und sie durfte zurück zum Ball laufen. Auch der dritte und vierte Versuch war genauso klasse! Ich bin echt begeistert. Hätte niemals gedacht dass sie das so schnell versteht und ausführt.  Und hinterher ist mir dann auch eingefallen, dass ich eigentlich noch ein paar Trainingseinheiten das Steh direkt vor mir geben wollte.

Während meine Trainingspartnerin Fuß laufen sollte, habe ich mit Dottie noch einmal das Hölzchen halten trainiert. Hab sie wieder auf den Tisch gestellt und ihr das Hölzchen in die Schnut gegeben. Und mein Mädchen stand dort ruhig und hielt das Hölzchen, als hätte sie nie etwas anderes damit gemacht. Egal was ich gemacht habe, Dottie hielt das Hölzchen weiterhin ruhig fest und ließ sich durch nichts ablenken. Ich glaube die Übungseinheit hat gesessen.

Und dann waren wir dran mit Fußlaufen. Mein Mädchen ist sehr gut mitgelaufen. Ich muss mich nur daran halten, dass ich von Anfang an eine vernünftige Geschwindigkeit habe, das vergesse ich manchmal und dann latscht sie halt auch dementsprechend neben mir her. Aber dank meines Schnellgeh-Trainings kann ich die Geschwindigkeit jetzt schon richtig gut halten. Nun muss mir das nur noch in Fleisch und Blut übergehen.

Zum Schluss habe wir dann noch einmal an der Gruppe gearbeitet. Dieses Mal zuerst das Sitz. Auch hier haben wir wieder gependelt am Anfang. Beim zweiten Durchgang dann wieder mit dem Trainer hinter den Hunden. Dann kurze Pause und noch einmal die Ablage. Hier haben wir nun noch einmal daran gearbeitet, dass wir außer Sicht gehen. Mit Dottie habe ich das schon geübt und sie macht das sehr gut und bleibt genauso ruhig liegen. Deshalb habe ich die Zeit die ich im Versteck war recht schnell ausgedehnt. Meine Partnerin hat erst einmal mit einer Minieinheit begonnen, aber auch ihr Hund hat das gut mitgemacht und verstanden, dass er sich auch dann nicht bequem hinlegen soll wenn es mal wieder länger dauert.

Nun auch rechts und links

Jay Jays Dummytraining war wieder richtig toll. Mein Mädel macht sich richtig klasse.
Zuerst haben wir für jeden Hund 3 Dummys in etwas höherem Bewuchs ausgelegt und sind dann auf demselben Weg Fußlaufend wieder zu unserem Ausgangspunkt zurück gegangen. Von dort dann in einem 90 Grad-Winkel zu einigen kleinen Bäumchen. Auch hier haben wir für jeden Hund 3 Dummys ausgelegt und sind auf derselben Spur zum Ausgangspunkt zurück. Nun war zuerst Jay Jay dran eines der zuerst ausgelegten Dummys zu holen. Dazu bin ich ein paar Schritte in die Richtung gegangen, habe sie ausgerichtet und dann voran geschickt. Suchenpfiff, Rückrufpfiff und mein Mädel saß brav mit dem Dummy im Maul vor mir. Danach kam ihr Trainingspartner dran eines der Dummys aus der anderen Richtung zu holen. Als er fertig war, haben wir die Plätze getauscht und Jay Jay durfte eines der als zweites ausgelegten Dummys holen. Das haben wir dann solange abwechselnd gemacht, bis alle Dummys geholt waren. Jay Jay hat super mitgearbeitet und sich schön ausrichten lassen. Nicht einmal schaute sie in der Aufgabe zur anderen Seite. Ihr war die ganze Zeit klar was die Aufgabe ist.

Danach haben wir noch einmal je drei Dummys in etwas höheren Bewuchs in die Mitte des Gebietes ausgelegt und dann die Hunde abwechselnd vom vorherigen Ausgangspunkt dorthin geschickt. Danach ging es dann im Fuß im Uhrzeigersinn etwa ein Drittel um die Dummys herum. Dabei mussten wir in der Nähe der Stelle vorbei, wo wir zuvor die ersten Dummys ausgelegt hatten. Jay Jay geierte die ganze Zeit dorthin und ich hatte echt Schwierigkeiten mit dem Fußlaufen. Woher sollte sie auch wissen, das da keine mehr liegen? Aber schließlich haben wir es geschafft und unser Ziel erreicht. Von dort konnte ich sie dann aber super schicken. Danach dann noch ein weiteres Drittel um die ausgelegten Dummys und die Hunde durften die beiden letzten holen.

Nun ging es weiter auf einen kleinen Sandweg, der am Ende zwischen einigen Tannen verschwand. Hier haben wir das rückwärtige Schicken geübt. Jay Jay war als erstes dran und ich habe sie ein kleines Stück vor den Tannen auf dem Weg abgesetzt und mich ihr gegenüber gestellt. Nun drei Dummys über sie geworfen und dann ein paar Schritte im Fuß wieder zurück. Mittlerweile macht sie das richtig gut. Sie weiß nun schon, dass erst etwas anderes kommt wenn ich mich neben sie stelle und läuft dann auch gut mit. Nach ein paar Metern habe ich mein Mädel abgesetzt und mich ihr gegenüber gestellt. Arm Hoch, Sitzpfiff und schon startete die kleine durch. Hallooooo? Hab ich davon irgendwas gesagt? Also Dummy wortlos abgenommen, Jay Jay wieder vor die Tannen gesetzt, das dritte Dummy wieder über sie hinweg geworfen und mich dann direkt vor sie gestellt und ein paar Mal den Sitzpfiff belohnt. Erst danach durfte sie dann das erste Dummy holen. Aber diese "Maßregelung" reichte schon aus, das mein Mädel mir ab nun die Dummys vor die Füße spuckte. Ich brauch da nix zu sagen, sie weiß das es falsch war was sie gemacht hat und gerät ein bisschen unter Stress. Dann klappt die Abgabe auch nicht mehr. Naja, aber Fehler werden sich nicht vermeiden lassen. Damit muss sie lernen umzugehen. Nachdem sie mir also das erste Dummy gebracht hat, habe ich sie wieder abgesetzt und noch einmal über Kopf voran geschickt. Danach dann noch einmal abgesetzt, ein paar Schritte weggegangen und zu mir gerufen, bevor es zum letzten Dummy ging. Bis auf den Frühstart war mein Mädel echt klasse. Und vor allem schnell.

Als letzte Übung für heute haben wir was neues gemacht. Das erste Mal nach rechts bzw. nach links geschickt. Dazu habe ich wieder zwei Dummys zwischen die Tannen auf den Weg geworfen, bin dann mit Jay Jay ein paar Meter den Weg zurück gegangen und habe sie dort so abgesetzt, dass sie zur Seite schaut. Dann habe ich mich ihr gegenüber gestellt. Arm Hoch, Sitzpfiff, Arm seitwärts und als sie schaute zum Dummy. Das erste Dummy hat sie superschnell geholt. Beim zweiten brauchte sie ein bisschen Hilfe. Deswegen haben wir, als wir die andere Seite geübt haben den Abstand noch ein bisschen mehr verringert. Und siehe da: Jay Jay hat dieses Mal beide Dummys geholt. Ich muss mir noch mal genau überlegen was ich da sagen will. Ich befürchte, dass ich mit zu vielen unterschiedlichen Worten irgendwann durcheinander komme und tendiere im Moment ebenfalls zu einem Voran.
 
Ich bemühe mich rechtzeitig zu sehen wann die Hunde meine Hilfe brauchen bzw. wenn ich sie überfordert habe. Aber das war ein sehr, sehr langer weg für mich. Allerdings kann die Jay Jay davon nun gut profitieren.

Die Fehleranalyse ist auch für mich wichtig - dann mache ich hoffentlich beim nächsten Mal nicht denselben Fehler bzw. habe ich jetzt noch mal wieder gemerkt, dass ich ruhig noch mal ein, zwei Einheiten ein leichtes Voran mit Superbelohnung und Jubel einlegen sollte für die richtige Abgabe. Und das ich das auch weiter im Training machen muss. Ich bin mir nämlich nicht so sicher ob es das wirklich bringt, wenn ich ihr das Dummy nachdem sie es hat fallenlassen ins Maul tue. Zwei schritte zurück gehe und sie dann vorsitzen lasse. Ich mache es, weil meine Trainerin das so möchte, aber ich glaube das ist kontraproduktiv bei Jay Jay. Das bohrt ja nur immer wieder den Finger in die Wunde. Also muss ich das so üben, dass mein Mädel keine Fehler machen kann, dann brauch ich das auch nicht zu tun.